in Leben lang geschuftet und trotzdem reicht die Rente hinten und vorne nicht. Auch Walter Plathe (65) kann von den paar Hundert Mäusen Ruhegeld, die ihm jetzt zustehen, seine Miete nicht zahlen. Schlecht für ihn, aber wunderbar für uns. Denn so muss er weiterarbeiten.
Und wir? Kommen in den Genuss vieler schöner Inszenierungen mit einem der besten Schauspieler Berlins. Am Sonntag feiert Plathe in der Komödie am Kurfürstendamm wieder mal Premiere. Er: „Wir sind ein Haufen alter Rentner, und ich bin von allen der Böseste. Was der eine nicht weiß, hat der andere schon längst vergessen“, beschreibt der Altstar das Rentnerquartett, das im Mittelpunkt der Komödie „In alter Frische“ steht. Mit dabei ist auch Brigitte Grothum (81).
Berliner KURIER: Ab diesem Jahr darf man Sie Rentner nennen. Schrecklich?
Walter Plathe: Nein! Ich freue mich auf jeden 1. des Monats.
Können Sie denn von Ihrer Rente leben?
Natürlich nicht, auch bei mir könnte es mehr sein.
Sie müssen weiterarbeiten!
Ich will!
Sind Sie lieber mit Gleichaltrigen oder Jüngeren zusammen?
Mit allen Leuten, die Fröhlichkeit, Toleranz und Loyalität verbreiten.
Und weshalb gibt es in Seniorenresidenzen so oft Knatsch?
Ich glaube, es liegt weniger an den Senioren, als mehr an den Seniorenresidenzen.
Im Stück sind es die Alten, die sich zusammenreißen ...
Anders geht es gar nicht, wir halten alle zusammen.
Denken Sie ans Älterwerden?
Kaum, dazu habe ich viel zu wenig Zeit.
Wo verbringen Sie Ihren Lebensabend – im Heim?
Ich hoffe zu Hause!
Bis 2. Oktober. Tickets ab 13 Euro
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