Walter Momper

Der Mann mit dem Schal tritt ab

Am Donnerstag wird Walter Momper (66, SPD) zum letzten Mal vor den Abgeordneten Platz nehmen und eine Plenarsitzung leiten: Nach zehn Jahren als Parlamentspräsident tritt er nicht mehr zur Wahl an.

BK
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Sie sagte dem KURIER: „Wir müssen nicht mehr dauernd planen, können verreisen, wann wir wollen, Geburtstagspartys von Freunden besuchen und sie nicht bitten, sie zu verlegen. Walter kann im Garten arbeiten, was er gerne tut.“ Die Freiheit von der Tyrannei des Terminkalenders winkt. Momper selbst versicherte: „Ich werde mich dem guten Leben widmen.“

Er werde zwar weiter Politik machen, in seiner Projektentwicklungsfirma arbeiten, aber vor allem die Freiheit genießen. Die nur ein bisschen eingeschränkt ist: „Er darf nur in der Kirche und Weihnachten zu Hause singen“, verrät Anne Momper. Konsequenz eines Männerquintetts am 10. November 1989 vor dem Rathaus Schöneberg, als Momper, Helmut Kohl, Willy Brandt, Hans-Dietrich Genscher und der Ex-Abgeordnetenhaus-Präsident Jürgen Wohlrabe der Menge die Nationalhymne – na ja – vorsangen.

Sie waren ein Herz und eine Seele: Walter Momper und sein legendärer roter Schal.

Sie waren ein Herz und eine Seele: Walter Momper und sein legendärer roter Schal.

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Walter Momper mit Klaus Wowereit (l.) bei dessen Vereidigung als Regierender Bürgermeister am 23.11.2006.

Walter Momper mit Klaus Wowereit (l.) bei dessen Vereidigung als Regierender Bürgermeister am 23.11.2006.

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Klaus Wowereit, Walter Momper (r.) und Eberhard Diepgen (l) 2009 bei der Verleihung des Prinz von Asturien Preises an Berlin.

Klaus Wowereit, Walter Momper (r.) und Eberhard Diepgen (l) 2009 bei der Verleihung des Prinz von Asturien Preises an Berlin.

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15 Jahre KURIER: Eberhard Diepgen und Walter Momper waren damals zu Gast

15 Jahre KURIER: Eberhard Diepgen und Walter Momper waren damals zu Gast

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Momper und sein Schal

Momper und sein Schal

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Walter Momper (l), Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin, Pierce Bush, der Enkelsohn von George Bush, und US-Botschafter Philip D. Murphy stehen am Ehrenbürgerporträt des ehemaligen US-Präsidenten George H. W. Bush am Mittwoch (31.08.2011) im Festsaal des Abgeordnetenhauses von Berlin.

Walter Momper (l), Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin, Pierce Bush, der Enkelsohn von George Bush, und US-Botschafter Philip D. Murphy stehen am Ehrenbürgerporträt des ehemaligen US-Präsidenten George H. W. Bush am Mittwoch (31.08.2011) im Festsaal des Abgeordnetenhauses von Berlin.

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Parlamentspräsident Walter Momper (SPD) am 26.10.06 während der konstituierenden Sitzung des Berliner Abgeordnetenhauses.

Parlamentspräsident Walter Momper (SPD) am 26.10.06 während der konstituierenden Sitzung des Berliner Abgeordnetenhauses.

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Walter Momper (SPD)

Walter Momper (SPD)

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Da hatte Momper, damals Regierender Bürgermeister (1989 - 1991) noch den Satz vor sich, der wie roter Schal und Glatze unvergessen bleibt: „Berlin, nun freue dich“, sagte er am 23. Dezember 1989, als die Mauer auch am Brandenburger Tor fiel.

Unvergessen die „Böcke“, die er schoss. Momper galt vielen als parteiischer Präsident, und 2006 machte er sich zum Gespött, weil er Klaus Wowereit zur Wahl zum „Regierenden“ gratulierte, obwohl der im ersten Durchgang durchgefallen war.

GL

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