Lesen Sie auf den nächsten Seiten, wie die Berliner Vereine im Jahr 2015 abschneiden.
Noch lässt Jos Hertha nicht los
Es kriselt nicht nur in der Tabelle, auch an anderen Stellen bröckelt es – die Karten belegen es eindeutig. Hertha bleibt bis zuletzt im Abstiegskampf. Die Abwehr bildet die Achillesferse. Noch sitzt Jos Luhukay ziemlich sicher im Sattel, noch lässt er nicht los oder wird entlassen. Der Grund: Beim Abstieg 2012 wurden vier Trainer verschlissen, daraus haben die Bosse gelernt. Aber: Es stimmt nicht mehr im System. Der Trainer erreicht nicht mehr alle Teile der Mannschaft. Er sollte mehr Risiko gehen und nicht nur auf seine Lieblinge setzen.
Aktuell geht auch Michael Preetz kein Risiko ein – aus Angst, den falschen Spieler zu verpflichten. Das größte Problem des Managers ist: Die Spieler, die er haben kann, helfen Hertha nicht. Die aber, die Hertha helfen können, sagen ab. Daraus entsteht ein weiteres Problem: Die Unzufriedenheit bei etlichen Personen – darunter auch bei wichtigen Sponsoren – wächst, weil sie mehr erwartet haben. Diese Unzufriedenheit lässt auch Jos wackeln. Am Ende schafft es Hertha, aber für den Trainer bleibt es ein Drahtseilakt. Die kleinste Unsicherheit wirkt sich gravierend aus.
Wessen Karten genau auf Hertha passen, das ist Mirko Slomka. Aber eine solche Zusammenarbeit hält auch nur bis Anfang 2018.
Eisbären Berlin wieder bärig
Nach der Enttäuschung des Vorjahres geht es bei den Eisbären wieder aufwärts. Die gesamte Entwicklung zeigt nach oben. Nur muss Uwe Krupp aufpassen, dass er bei den Neuzugängen die richtige Zusammenstellung findet. Die Karten „Der Storch“ und „Die Liebenden“ weisen auf folgendes hin: Der Trainer sollte noch mehr als auf den sportlichen auf den mentalen Aspekt achten, sonst gibt es Turbulenzen. Gelingt das, dann beginnt das Abenteuer Eisbären in der kommenden Saison so richtig neu, dann geht die Post ab. Dank der Neuzugänge und des Teamgeistes werden die Bären zu Hause eine Macht, sie werden auf eigenem Eis fast unschlagbar. Selbst international werden sie mit diesen Tugenden eine beachtliche Rolle spielen.
Nur: Am Ende dieser Saison wird es noch nichts wieder mit dem Titel. An Mannheim gibt es kein Vorbeikommen, in der nächsten Spielzeit aber fliegen die Bären an den Adlern wieder vorbei. Die neue Beziehung funktioniert bärig!
Von ganz oben ist Union ein Stück weg
Die Unioner werden mit ihrem Trainer ganz langsam glücklich. Norbert Düwel holt nach dem schweren Start in der Gunst auf. Boss Dirk Zingler ist zu ihm partnerschaftlich ausgerichtet. Damit läuft es relativ glatt. In die Zukunft schauen beide, das sagt die Karte, die das Fenster nach außen zu den Sternen zeigt. Dort steht irgendwann der Blick auch wieder nach oben in der Tabelle. Aber nicht mehr in der aktuellen Saison. Dafür ist Düwels sportliches Problem, dass der Übergang vom Mittelfeld in den Angriff nicht funktioniert, zu groß.
Die Schlange im Alba-Paradies
Volle Energie nach oben – so ist die Richtung bei den Albatrossen. Berlins Basketball-Riesen sind auf dem richtigen Weg. Albas Herrschaft ist, wenn sie sich im Verein nicht ganz dumm anstellen, auf zwei Jahre hin unschlagbar. Weil das Team gefestigt ist, wird es auch international achtbar abschneiden. Auf ihrem Weg werden die Albatrosse einiges einsammeln.
Eine Gefahr lauert aber doch im Alba-Paradies. Die Karte „Schlange“ verheißt, dass sich jemand „hineinschlängeln“ wird, um das Erfolgsband zu zerstören. Diese zerstörerische Kraft dringt von außen ein, alles deutet auf einen Spieler hin, der versucht, den Frieden zu torpedieren. Aber die Herrschaft ist letztlich nicht zu besiegen.
Die Füchse brauchen Hannings Machtwort
Es ist völlig richtig, dass Dagur Sigurdsson aufhört. Dass sein Weg woanders hinführt, ist klar. Und auch, dass er dort große Erfolge feiern wird! Sein Traum ist es, Mannschaften, die in der 2. Reihe stehen, die jung sind und verändert werden müssen, nach oben zu führen. Deshalb hat er kein Interesse mehr, Vereinstrainer bei den Füchsen zu sein.
Sein Nachfolger jedoch hat es schwer, er muss sich regelrecht durchkämpfen. Dieses Problem bleibt auch im kommenden Jahr bestehen. Noch eines ist deutlich: Sobald der Neue da ist, kommt es zu Machtkämpfen. Bevor es ganz knallt, braucht es ein Machtwort des Bosses.
Bei den Volleys wird es rauer
Wandel, Veränderung – beides ist bei den Volleys angesagt. Ihre Siegesserie reißt, diesmal ist wieder Friedrichshafen am Zug. Deshalb müssen sie einen neuen Weg gehen, sich ein bisschen anders aufstellen. Weil sie nicht den Titel holen, gibt es Ärger. Der eine oder andere Spieler muss gehen, einiges deutet sogar auf den Trainer hin. Die Tür ist für alles und alle geöffnet, zugleich natürlich für Neue.
International sind Berlins Volleyballer – es ist wie bei den Fußballern von Borussia Dortmund – viel besser aufgestellt. Da können sie was reißen. Insgesamt aber fehlt der letzte Kick. Erst in der kommenden Saison wird es wieder besser.
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