Berlin/Hamburg - Teuer und umständlich. Dieses vernichtende Urteil gibt die Verbraucherzentrale Hamburg dem Lebensmitteleinkauf beim Internet-Händler Amazon.Der bietet seit 1. Juli neben Büchern, Elektronik und vielen anderen Dingen auch frisches Brot, Butter, Milch & Co. an.Mitarbeiter der Verbraucherzentrale Hamburg, die das Angebot testeten, bemängeln vor allem die hohen Versandkosten. Da die Lebensmittel nicht direkt von Amazon geliefert werden, sondern von insgesamt 60 Partnershops an die Kunden geschickt würden, müsse der Kunde bei einem Einkauf mehrmals für den Transport bezahlen. Bei einem Testeinkauf fielen für zehn Artikel im Wert von 19,96 Euro noch einmal 30,77 Euro Versandkosten an.Zusätzlich seien die Waren teurer als im Supermarkt. Ein typischer Familieneinkauf werde insgesamt mehr als doppelt so teuer (plus 123 %), ein Singleeinkauf sogar fast dreimal (plus 194 %). Außerdem seien die Waren bei den Tests in mehreren Paketen und an verschiedenen Tagen angekommen.
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