Volkswagen hat uns alle kräftig veräppelt und die Abgaswerte manipuliert – buuuh! Das geht nun wirklich nicht. Schließlich sind die neuen Superkarren alles andere als günstig und in Sachen Umweltverschmutzung möchte sowieso niemand an der Nase herumgeführt werden. Deutschland und seine Autos, das war bisher eine saubere Erfolgsgeschichte.
Jetzt steht sie gleich neben dem Märchen von Pinocchio. Denn nach der Nummer hat uns das sonst so eifrig einkaufende Ausland – bitte entschuldigen Sie meine Ausdrucksweise – am Sack. Trotzdem ist ein Auspuff noch lange kein Bordell. Oder um es krasser zu formulieren: der Vater von Käfer und Golf folgt eigentlich nur einem Trend. Vortäuschen ist das neue Ehrlich! Schließlich spricht man beim ersten Kennenlernen mit der Schwiegermutter auch nicht gleich über Potenzprobleme oder Geldsorgen.
Frei nach dem Motto, was ich nicht weiß, muss ich schließlich auch nicht verurteilen. Wenn schon Flatulenzen, dann bitte nur unter der Bettdecke. Hauptsache, es zündet sich danach nicht gleich einer eine Zigarette an. Getrickst wird solange, bis es auffliegt. Der Autokauf ist inzwischen so ehrlich wie eine Eheschließung. Bis dass der Tod uns scheidet ... bei der momentanen Scheidungsrate bleibt für den doch nun wirklich nicht mehr viel übrig.
Millionen Frauen stellen sich morgens den Wecker, um sich zu schminken, damit der Gatte sie nicht ohne Kriegsbemalung zu Gesicht bekommt. Und der antwortet selbstverständlich immer mit „ja, natürlich bist du die Beste!“, egal, welche Frage ihm vorab gestellt wurde.
Aber ein Gutes hat die Sache mit VW dennoch. Nach der Nummer kann man die Generation Praktikum, die in Berlin immer noch täglich am Forschungsprojekt Flughafen scheitert, schon fast als kompetent bezeichnen. Und sollten Sie Aktien anderer Autokonzerne besitzen, denken Sie mal drüber nach, ob dort nicht vielleicht der nächste Skandal wartet.
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