Dabei war der Nachmittag im Regen mies angelaufen. Nach 28 Minuten hatte Thomas Brechler den Abwehrmann Brunnemann schlecht aussehen lassen, dessen Torwart Marcus Rickert getunnelt und vor 875 Zuschauern die Führung für die Hausherren erzielt. Beim folgenden Anstoß hatte Altglienickes Nummer 34 die Kollegen angetrieben: „Scheißegal“, rief Mattuschka, „weiter jetzt.“
Björn Brunnemann (mi.) trifft zum 1:1 für Altglienicke.
© Matthias Koch
Dann nahm er die Dinge selbst in die Hand. „Es war wichtig, dass wir nach dem Rückstand cool geblieben sind, nicht Halligalli nach vorne gespielt und das 0:2 gekriegt haben“, sagte Mattuschka. Bei seinen wohldosierten Glanzlichtern zirkelte er kurz vor der Pause einen Eckball von links nach innen, den Brunnemann im Tor unterbrachte (42.).
In der zweiten Halbzeit übte er erst einmal einen Schuss aus 20 Metern, der eher die Eckfahne gefährdete. Der zweite Versuch saß: flach ins Eck zur Altglienicker Führung. Als Lichtenbergs Philip Einsiedel den Ausgleich besorgt hatte (81.) , „haben wir nochmal gezittert und die Dinger lang hinten rausgehauen“, sagte Mattuschka, „wichtig ist, dass wir’s geschafft haben, alles andere: Arsch geleckt.“
Jubel nach Tor zum 1:2 durch Torsten Mattuschka.
© Matthias Koch
Dann haben sie mit weißen Aufstiegs-T-Shirts und durchnässt vom Rotkäppchen-Sekt mit den Fans in der Kurve vom Hans-Zoschke-Stadion gesessen und sich zum lautstarken „Umta Umta Täterä“ anstiften lassen, so dass die Gastgeber mit ihrer Siegerehrung warten mussten. Später ging es in die Strandbar in Friedrichshagen. Auch zum Abschied feiern: Zehn Spieler müssen gehen. „Wir können jetzt in der Regionalliga nur auf den Klassenerhalt gehen“, sagte Altglienickes Manager Daniel Böhm aber, „denn wir werden ja jetzt nicht irgendwelche Topstars aus der Zweiten Liga verpflichten.“
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