Vorwurf: Fleischfabrikant soll Gehacktes falsch etikettiert haben

Schalke-Boss Foulspiel mit Hackfleisch

BK
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Essen Die Anklage klingt nach einem Foulspiel: Clemens Tönnies, der größte deutsche Fleischproduzent, soll mehr als 175 Millionen Packungen Hackfleisch falsch etikettiert und verkauft haben. Seit gestern steht der Aufsichtsratschef von Schalke 04 deswegen in Essen vor Gericht. Tönnies und zwölf Angestellten seiner Firmengruppe wird vorgeworfen, gemischtes Hackfleisch verkauft zu haben, dessen Rindfleischanteil jedoch geringer war als angegeben.Der erste von 40 Prozesstagen begann mit einer scharfen Attacke gegen die Ermittlungsbehörden: Tönnies' Anwalt Sven Thomas forderte wegen "gravierender Mängel" die Einstellung des Verfahrens gegen den 54-Jährigen. Grund: Die Ermittlungen kamen durch zwei anonyme Anzeigen ins Rollen - die mutmaßlich ein früherer, entlassener Mitarbeiter von Tönnies bei der Staatsanwaltschaft Oldenburg einreichte. Verteidiger Thomas warf der Anklage quasi ein "böses Foul" vor. Sie soll sich ohne weitere Nachforschungen allein auf die Anzeige gestützt und einseitig ermittelt haben. Zudem gebe es Anhaltspunkte, dass ein Staatsanwalt dem "Anonymus" beim Verfassen der Anzeige geholfen habe. Das Urteil soll Mitte September fallen.------------------------------

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