Seit dreieinhalb Jahren lebt Weltergewichtler Abass Baraou schon in der Hauptstadt. „Ich freue mich sehr, in Berlin zu boxen. Ich hatte bisher noch nie einen Kampf hier. Das wird echt cool“, sagt der 23-Jährige.
„Da war ich gerade erst warm geworden“
Das vorige Jahr war für den jungen Kerl, der in Deutschland geboren wurde und dessen Eltern aus Togo stammen, überragend: Er bescherte dem Deutschen Boxsportverband den ersten EM-Titel seit 2010. So offensiv, wie er boxt, lud Baraou beim Sommerfest im Leistungszentrum Kienbaum Kanzlerin Angela Merkel persönlich zur Box-Weltmeisterschaft nach Hamburg ein. Sie kam nicht. Er gewann trotzdem Bronze.
In der Bundesliga ist jetzt der Meistertitel mit Hertha BSC sein Ziel: „Wir sind ’ne recht starke Truppe. Es wird nicht im Vorbeigehen klappen, aber ich denke, keiner ist uns gewachsen.“ Er ist selbstbewusst, weiß starke Kollegen wie Murat Yildirim, Omar El-Hag oder Alexander Müller vom Berge um sich. Beim Bundesliga-Auftakt vermöbelte die Berliner Staffel ihre Gegner in Schwedt mit acht Siegen in acht Kämpfen. Weil Baraou haushoch überlegen war, brach der Ringrichter seinen Kampf nach Runde eins ab. „Da war ich gerade erst warm geworden“, sagt der Berliner Boxer. „Ich hoffe, an diesem Wochenende geht es länger.“
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