Ganz in Schwarz sein Auftritt vorm Richter. Nach drei Monaten in U-Haft zeigte sich der smarte Typ gesprächig: „Ich merkte, wie schnell und leicht Geld zu machen ist.“ Und weil er seinen Job und seine Ausbildung vertrödelt hatte, zockte er dreist ab.
Als „Daniel“ legte er im Internet seine Köder aus. Er gab sich als Mitarbeiter eines Mobilfunk-Anbieters aus. Für bis zu 1000 Euro Provision müsse man nur mal eben einen Handy-Vertrag abschließen. Der Vertrag werde bei Abgabe des Handys auch sofort wieder gekündigt.
Es waren vor allem Halbwüchsige mit eigenem Konto, die dem redegewandten K. auf den Leim gingen. Er gaukelte ihnen vor: „Das ist eine neue Geschäftsidee zur Neukundenakquise.“ Man wollte den Umsatz ankurbeln. Ist das jeweilige Smartphone wieder bei der Firma, werde der Vertrag sofort storniert. Sed K.: „War der Vertrag gemacht, ließ ich mir das Handy geben.“ Mit der Lüge: „Damit muss ich zu meinem Vorgesetzten.“ Dann machte er sich aus dem Staub.
Mit der Masche ergaunerte er laut Anklage 50 000 Euro. Auch Helfer soll er gehabt haben – zwei stehen mit vor Gericht. Sed K.: „Weil ich den Betrug immer intensiver gemacht habe.“ Bis zu zehn Verträge schwatzte er seinen Opfern auf. Die waren das schicke Handy los, standen aber in der Zahlpflicht. KE
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