Es geht um Sarah und Natalia. Neun und elf Jahre waren sie, als M. im Juli 2013 als Onkel kam. Erst für Sarah, dann auch für deren Freundin Natalia. Roland M.: „Wöchentlich habe ich sie mit dem Auto abgeholt, mit ihnen etwas unternommen.“
Der Ankläger wirft ihm schweren Sex-Missbrauch in 15 Fällen vor. Er soll vor allem Natalia betatscht und befummelt haben – im Hallenbad in Schöneberg, beim Camping am Motzener See (Zossen), auf Parkplätzen. Mehrfach Küsse: „Er führte seine Zunge in ihren Mund ein.“
Was die Kinder drei Monate nach Beginn der Patenschaft zu Protokoll gaben, bestritt M. nun vehement: „Nie habe ich die Mädchen unsittlich berührt oder auf den Mund geküsst.“ Die Vorwürfe könne er nicht verstehen: „Wir hatten viel Spaß.“
Der Programmierer wurde über einen gemeinnützigen Verein zum Paten-Onkel im Ehrenamt: „Meine Frau und ich sind kinderlos, wir wollten uns engagieren.“ Als Helfer für sozial schwache Familien. 2008 der erste Kontakt zu einem Jungen.
Die Paten-Zeit endete im Herbst 2013. M.: „Sarah wurde aus Sicht meiner Frau aufmüpfig.“ Natalia wollte er behalten. Ihre Mutter lehnte ab. Sie wollte es Natalia schonend sagen: „Aber sie schien erleichtert und fragte, ob es in Ordnung war, dass er sie angefasst hat.“ Der Prozess geht Dienstag weiter. KE.
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