Er stiefelte in eine Bank-Filiale in Tempelhof – unmaskiert. In der Hand die EC-Karte seiner Frau, die dort ein Schließfach hatte. Es war 16.15 Uhr, als A. am 31. März vier Fächer aufbrach, Geld und Gold im Wert von 116000 Euro einsackte.
Seine bizarre Geschichte prüfen nun die Richter. Angeblich saß ihm ein böser Kredithai im Nacken. Emre A.: „Ich habe die Bank für unseren Verlust verantwortlich gemacht, ich wollte den Spieß umdrehen.“ Als im Oktober 2014 in einer Bank am Mariendorfer Damm nachts Panzerknacker eindrangen und etliche Schließfächer aufbrachen, waren auch A.s Schätze betroffen. Er behauptet: „Ich hatte 40000 Euro und Gold für 60000 Euro darin, mein Schwager 50000 Euro.“
A. stöhnte nun: „Versicherung war nur für 40000 Euro möglich.“ Diese Summe bekam er – und kaufte ein: „Weil meine Frau viel weinte, bekam sie Schmuck für 10000 Euro.“ Um den Verlust des Schwagers auszugleichen, habe er sich auf einen Kredithai eingelassen.
Als die Polizei A. schnappte, war die Beute weg. A.: „Dem Kredithai gegeben!“ Nennen will er den nicht: „Aus Angst.“ Fortsetzung: Montag. KE.
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