Vor der Rückrunde

1. FC Union hebt ab zur Zweitliga-Kür

Der KURIER nennt sechs Gründe, warum die Rückrunde der Eisernen richtig gut laufen wird

Mathias Bunkus
Lesezeit 2 Min
So schön wie hier Unions Sören Brandy zum Seitfallzieher abhebt, soll die komplette eiserne Rückrunde werden.

So schön wie hier Unions Sören Brandy zum Seitfallzieher abhebt, soll die komplette eiserne Rückrunde werden.

© Hupe Lizenz

Trainer Norbert Düwel sieht zwar noch „Arbeit in allen Bereichen“ auf sein Team zukommen, aber der KURIER hat erkannt, warum es eine gute zweite Saison-Hälfte wird.

Die Stimmung: Die war im Trainingslager toll. Das Wetter war top bis auf den ersten Nachmittag. Die Atmosphäre im Hotel stimmte auch. Kurze Wege, guter Kraftraum, feiner Spa-Bereich.

Und die mitgereisten Fans unterstützten das Team. Düwel: „Wenn einem beim Training 100 Leute für gelungene Aktion applaudieren, dann ist das Ansporn. Diese Portion Extramotivation ist einfach geil.“

Die Testspiele: Ein Sieg, eine Niederlage. Sieht durchwachsen aus. Aber das Team hat dazugelernt. Union war vor allem beim 1:0 gegen Champions-League-Starter Razgrad konzentriert bis zum Ende. Gegen Luzern ging das beim 0:1 noch in die Hose.

Die Qualität im Training: Die war konstant hoch. Auch Adrian Billhardt (18) fügte sich gut ein. Zur Belohnung soll der angehende Abiturient weiter mit der Ersten trainieren.

Verletzte: Die Köpenicker sind glimpflich davongekommen. Es gab normale Trainingslagerblessuren bei Fabian Schönheim und Adrian Billhardt. Damir Kreilach machte das letzte Training mit.

Einzig Maxi Thiel ist ein Wermutstropfen. Dessen ausgekugelte Schulter wird die Eisernen lange beschäftigen. Mindestens zwei Wochen muss das Gelenk ruhiggestellt werden, danach kann mit der Reha begonnen werden. Wenn alles super läuft.

Den negativen Fall will sich bei Union keiner ausmalen. Man wartet lieber das Ergebnis der heutigen MRT ab. Das gilt auch für Oliver Oschkenat, dessen operiertes Knie zwickt.

Düwels Ehrgeiz: „Der Präsident spricht ja immer gern von einer mittelmäßigen Zweitliga-Mannschaft“, meinte der Trainer. Nur zu gerne würde er Boss Dirk Zingler beweisen, dass Union schon in dieser Saison in der Lage ist, etwas mehr als nur Mittelmaß aus sich herauszukitzeln.

Der Auftakt: Zwei Heimspiele gegen Bochum und Heidenheim sind wie gemalt dafür, auf beruhigende 30 Punkte zu kommen. Dazu der Auftritt in Nürnberg. „Bei Spitzenteams haben wir oft gezeigt, zu was wir in der Lage sind“, ist Düwel auch da optimistisch.

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