Auch im Mannschaftsrat wird sich im kommenden Spieljahr so gut wie nichts ändern. Zu der bereits bestehenden Truppe um Trimmel, Friedrich, Felix Kroos, Manuel Schmiedebach, Michael Parensen und Sebastian Polter stößt noch Routinier und Zugang Christian Gentner.
Kroos, der im Vorjahr auf eigenen Wunsch die Binde an Trimmel abgegeben hat und fortan, gemeinsam mit Friedrich, nur noch Vizekapitän gewesen war, bekleidet über den Rat hinaus kein offizielles Amt mehr.
„Wir haben uns bewusst dafür entschieden, die Saison nur mit einem Kapitän und einem Stellvertreter zu bestreiten“, erklärte Urs Fischer in der Pressekonferenz vor dem DFB-Pokalspiel bei Germania Halberstadt (Sonntag, 15.30 Uhr) und verwies auf die Vorstellung, dass ein Mannschaftskapitän, oder eben dessen Vertreter, auch regelmäßig spielen müsse.
Ryerson im Nacken
Das ist bei Marvin Friedrich ebenso gegeben, wie bei Christopher Trimmel, denen Fischer allerdings explizit keine Freifahrtscheine aufgrund ihres Amtes ausstellte. „Nein, ein Freilos haben diese Spieler nicht“, betonte der Schweizer und verwies im Fall seines Kapitäns auf die Konkurrenz durch Julian Ryerson.
Der junge Norweger war in den letzten Wochen verletzt ausgefallen und mehr als einmal sichtlich genervt alleine zu Waldläufen durch die Wuhlheide aufgebrochen, während die Kollegen auf dem Platz trainierten.
Doch Fischer gab nun Grünes Licht: „Julian steigt am Samstag wieder komplett ins Mannschaftstraining ein und ich bin mir sicher, dass er auch in diesem Jahr Christopher Trimmel das Leben schwer machen wird.“
Was der Schweizer selbstverständlich als Ansporn für seinen Routinier meint, dem er ansonsten zu 100 Prozent vertraut. Und wenn er sagt: „Es hat mich erfreut und überrascht, wie schnell unsere elf Neuzugänge in die Mannschaft integriert waren“, meint er damit auch die vorbildliche Führungsarbeit seines Kapitäns, der nun auch Unions Bundesliga-Mannschaft anführt.
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