Vor dem Champions League-Finale

Der Pott mit dem Henkel

Die dunklen Wolken des Fifa-Skandals schweben über Berlin. Doch Stadt und Uefa mühen sich nach immer neuen Details im Skandal um den Fußball-Weltverband um ein ungetrübtes Fußballfest.

MARCUS BÖTTCHER und ISABELLE KRÄMER
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Senator Frank Henkel (li.) und DFB-Schatzmeister Rainer Grindel und der frühere Real-Madrid-Profi Christian Karembeu präsentieren vor dem Brandenburger Tor den Champions-League-Pokal.

Senator Frank Henkel (li.) und DFB-Schatzmeister Rainer Grindel und der frühere Real-Madrid-Profi Christian Karembeu präsentieren vor dem Brandenburger Tor den Champions-League-Pokal.

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Sportsenator Frank Henkel (CDU), Bernd Schultz (Präsident des Berliner Fußball-Verbandes) und der zweimalige Champions- League-Sieger Christian Karembeu trugen gestern den Pokal, genannt Henkel-Pott, durch das Brandenburger Tor. „150 Millionen Menschen werden auf Berlin schauen. Das bedeutet für die Stadt wahnsinnig viel“, unterstrich Henkel. Berlin soll mehr als fünf Millionen Euro in das Event investiert haben.

Den Verzicht auf ein Public Viewing auf der Fanmeile (der KURIER berichtete) ist für BFV-Boss Schultz „bedauerlich“. Die Uefa präsentiert auf dem Champions Festival vor allem ihre Sponsoren. Eine Live-Übertragung des Endspiels auf dem großen Bildschirm für die Fans, die kaum eine Chance auf eines der nur 6000 verlosten Tickets für das Olympiastadion hatten, gibt es nicht. „Das ist die Entscheidung der Uefa, die ich auch nicht verstanden habe“, sagte Schultz.

Vor allem die tausenden Fans der spielenden Mannschaften FC Barcelona und Juventus Turin, die ohne Ticket in die Stadt kommen, dürften enttäuscht sein. Ricard Camps hatte großes Glück. Der 38-Jährige ist in der katalanischen Hauptstadt geboren, kam 2006 der Liebe wegen nach Berlin, arbeitet nun bei den Stadtführern von „Clubtourberlin“ und ergatterte eine der begehrten Karten. Laia Simarra (32) indes wird das Spiel am Ostkreuz mit dem Penya Barcelonista Berlín Culé (PBBC), dem einzigen offiziellen FC-Barcelona-Fanclubs der Hauptstadt, schauen.

Auch Juve-Fan Nico Perillo (42) schaut TV. Allerdings nur mit einem Auge. Nebenher muss der Kellner aus dem „Piazza Rossa“ am Roten Rathaus arbeiten.

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