In Berlin kamen zuletzt knapp 38 000 Babys zur Welt – so viele wie seit 1990 nicht mehr und 2330 mehr als im Vorjahr. Aber auch durch Zuzug gibt es immer mehr Kinder in der Stadt, denen man eine Betreuung anbieten möchte. Darum hat der Senat investiert, ausgebaut, gefördert. Ergebnis: „Von den Ein- bis Dreijährigen gehen jetzt schon rund 70 Prozent in die Kita, vor fünf Jahren waren es sieben Prozent weniger“, erklärt Thorsten Metter (47) von der Senatsbildungsverwaltung. Und von den größeren Kindern besuchen mehr als 95 Prozent eine Einrichtung.
Insgesamt gibt es stadtweit 159000 Kita-Plätze. „Da jetzt die älteren Kinder eingeschult werden und die jüngeren erst nach und nach in die Kita kommen, werden zum Start des Kita-Jahres rund 145 000 Kinder eine Kita besuchen.“ Gegen Ende des Jahres werden es bedeutend weniger freie Plätze sein, weil Kinder nachrücken. „Berlin gibt pro Jahr 1,5 Milliarden für seine Kitas aus“, so Metter. Und: „Wir haben in allen Bezirken deutlich mehr Kita-Plätze als vor wenigen Jahren.“ Konkret: Noch vor fünf Jahren gab es 22 000 weniger Betreuungsplätze für Kleinkinder! „So können wir den Rechtsanspruch erfüllen“, so Metter. Da aber viele Kleinkinder auf mehreren Wartelisten stehen und die Eltern sie nicht löschen lassen, herrscht bei etlichen Kitas plötzlich Kinder-Mangel. Aber es muss eine gewisse Anzahl von Leerplätzen geben, weil Familien umziehen und im neuen Kiez einen Kita-Platz brauchen – ähnlich wie auf dem Wohnungsmarkt.
Dass es genügend Kita-Plätze gibt, sieht man auch auf Online-Börsen: Beim „Dachverband Berliner Kinder- und Schülerläden e.V.“ sind aktuell über 165 Gesuche gelistet; Kitas, die noch Kinder suchen. Und auch auf kitanetz.de finden sich weit mehr als 144 Gesuche. Eltern haben also – je nach Bezirk – freie Auswahl. Denn während es u.a. in Pankow viele freie Plätze gibt, sieht es in Lichtenberg knapper aus. Hilfe bieten die Bezirksämter an.
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