Von wegen 1145 neue Stellen: Nur wenn einer geht, kommt ein neuer

So rechnet sich der Schulsenator die Lehrermisere schön

Gerhard Lehrke
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Berlin - Tataa! Bildungssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner (SPD) gibt bekannt, dass er in diesem Jahr 1145 neue Vollzeit-Lehrerstellen besetzen wird. Nette Botschaft, die der GEW-Vorsitzenden Rose-Marie Seggelke aber nur ein müdes Lächeln entlockt.Die Chefin der Berliner Bildungsgewerkschaft nennt Zöllners Botschaft Eigenlob. Statt "einer neuen Welt in Bezug auf die Einstellung von Lehrkräften", wie der Senator erklärte, bleibe "viel Lärm um wenig." Seggelke: "Das einzig Positive ist, dass ausscheidende Lehrkräfte sofort ersetzt werden." Um hinzuzufügen: "Damit ist Senator Zöllner nur zur sinnvollen Praxis seiner Vorgänger zurückgekehrt." Zöllners Zahlen seien Trickserei: Bei 250 vorgeblichen Neueinstellungen würden lediglich befristete in unbefristete Arbeitsverträge umgewandelt.Wenn die Gewerkschaft Zöllner auf die Jahr für Jahr geschönten Zahlen anspreche, "ist er immer beleidigt", sagt Seggelke. Man lobe ja, wenn er etwa gut mache, aber: "Wir können ihn nicht zweimal für dasselbe feiern." Das erwarte Zöllner aber - er will Applaus für die 211 Einstellungen zum Halbjahresbeginn dieses Februars und dann nochmal, wenn er die 1145 verkündet, in denen die 211 aber schon drin sind.Seggelke erwartet, dass zum neuen Schuljahr 500 Lehrkräfte in den Schuldienst eingestellt werden, damit sei die Lehrerknappheit aber noch lange nicht behoben.------------------------------

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