Für den Rechtsaußen der Rhein-Neckar Löwen gehört Musik einfach zum Leben dazu. Kein Wunder also, dass er in der Kabine das DJ-Amt übernommen hat. Damit für alle das Richtige dabei ist, geben die Spieler bei ihm im Vorfeld ihre Lieblingssongs an. Von Hardrock bis Schlager ist da alles dabei, manche Bitten muss er allerdings ablehnen: „Die Wünsche von Andi Wolff sind manchmal zu speziell, da muss ich einen Riegel vorschieben. Das geht schon fast in die Trance-Richtung und ist einfach nur laut. Aber ansonsten passt das schon.“
Drux mag eher Jazz
Während der Kieler Schlussmann Elektronisches vorzieht, hält es die Nummer zwei im Tor eher mit den Klassikern. Für Fuchs Silvio Heinevetter gibt es Roland Kaiser. Klubkollege Paul Drux hat immer gerne was aus der „Jazz-Richtung“.
Groetzkis eigener Musikgeschmack ist hingegen breit aufgestellt. Er hört alles von Coldplay bis hin zu 90er-Jahre Hip Hop. Das spiegelt sich dann auch in seiner Playlist wieder. Was genau läuft, entscheidet sich allerdings immer erst kurz vor Spielbeginn. Laut oder leise, Mitgröl-Musik oder Rock wird stimmungsabhängig angepasst.
Volltreffer gelandet
In den letzten Tagen scheint der 29-Jährige dabei nur Volltreffer gelandet zu haben. Die deutsche Mannschaft ist mit zwei deutlichen Siegen in die WM gestartet und hofft, die Serie heute gegen Russland (18 Uhr, MB-Arena und ARD) weiter ausbauen zu können.
Groetzkis Leistung auf dem Feld ist dabei jedoch noch ausbaufähig. Zwar konnte er dreimal einnetzen, brauchte dafür aber sieben Versuche. Der sonst so abschlusssichere Außen sucht im Angriff momentan noch seine Form. Und die muss er bald finden. Schließlich ist er der einzige Spieler auf seiner Position im Team.
"Ich krieg das hin"
„Ich hatte nicht damit gerechnet, der einzige Rechtsaußen zu sein. Ich nehme das aber gerne an und spüre ein riesen Vertrauen vom Trainerteam. Ich bin fit genug, um das alleine hinzukriegen und kenne die Situation von meinem Verein, wo ich auch häufig 60 Minuten durchspiele“, sagt Groetzki. Bleibt zu hoffen, dass er heute wieder den richtigen Ton findet, um dann auf dem Feld voll aufzudrehen.
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