Tragödie im Landkreis Wittenberg: Am Bahnhof Gräfenhainichen stirbt eine Frau, nachdem ein ICE in Richtung Berlin sie erfasst hat. Die Bahnstrecke war in der Nacht zu Freitag stundenlang gesperrt. Was bislang bekannt ist.
Polizei: Vieles deutet auf einen Unfall hin
Eine Frau ist am Bahnhof Gräfenhainichen (Landkreis Wittenberg in Sachsen-Anhalt) am späten Donnerstagabend von einem durchfahrenden ICE erfasst und tödlich verletzt worden. Die 45-Jährige erlag noch in der Nacht an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen, wie die Polizei mitteilte. Der Vorfall ereignete sich demnach am Bahnsteig.
Warum die 45-Jährige von dem Zug erfasst wurde, war zunächst unklar. Vieles deute jedoch auf einen Unfall hin, sagte eine Polizeisprecherin. Die genauen Umstände sind Gegenstand der Ermittlungen, die von der Polizei Dessau-Roßlau geführt werden.
Bahnstrecke zwischen Wittenberg und Leipzig gesperrt
Die Bahnstrecke zwischen Wittenberg und Leipzig war nach dem Unglück über mehrere Stunden gesperrt. Der ICE war nach Angaben der Polizei in Richtung Berlin unterwegs, setzte seine Fahrt nach dem Vorfall aber nicht fort. Die Fahrgäste wurden mit einem anderen Zug an ihr Ziel gebracht.
ICEs halten nicht im Bahnhof Gräfenhainichen
Gräfenhainichen liegt rund 25 Kilometer südwestlich der Lutherstadt Wittenberg am Rand der Dübener Heide; in der Stadt leben gut 11.000 Menschen. Der Bahnhof liegt an der Strecke, auf der Fernzüge zwischen Leipzig und Berlin verkehren – ICE halten dort in der Regel nicht, sondern passieren den Bahnhof mit hohem Tempo.
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