Vom Sorgenkind zum Kandidaten für den Schulpreis

Diese Schule macht Schule

Sascha Langenbach
Lesezeit 1 Min

Berlin - Lange kämpfte die Heinz-Brandt-Sekundarschule in Weißensee gegen ihren schlechten Ruf. Heute kämpft sie als einzige Berliner Schule um den renommierten Deutschen Schulpreis und 100 000 Euro Preisgeld!230 Schüler besuchen die ehemalige Hauptschule an der Langhansstraße, werden unterrichtet von über 30 Lehrern, Pädagogen und weiteren Helfern. Stolz ist Schulleiterin Miriam Pech auf die guten Kontakte zu Wirtschaftsbetrieben: "Zwei Drittel unserer Schüler beginnen nach dem Abschluss eine Ausbildung. " Eine Zahl, mit der sie die strengen Prüfer aus der Schulpreis-Jury verblüffte.Die waren nach einem zweitägigen Besuch ohnehin von den Socken: Eine Reit-AG als Schülerfirma hatten sie noch nie gesehen: Da putzen Schüler Ställe, um sich das Reiten zu finanzieren. Siebtklässler arbeiten drei Stunden pro Woche in sozialen Einrichtungen, etwa der Tafel, in Pflegeheimen und Kitas. Lehrer erarbeiten neues Unterrichtsmaterial, damit Schüler mit Hauptschul-Empfehlung in der selben Klasse arbeiten können wie solche mit Gymnasialempfehlung. Prof. Jürgen Oelkers beeindruckt: "Hier herrscht eine angst- und aggressionsfreie Arbeitsatmosphäre, die Schule sieht sich als Vorreiter: Vorbildlich!" Die Entscheidung über die Nominierung fällt Ende März.------------------------------

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