Vom Imbiss zum Prunk-Hotel

Der Döner-König und seine Luxusherberge

So wurde Mehmet Aygün vom Tellerwäscher zum Multimillionär

LISA STEINER
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Archivbild: Berlins Döner-König Mehmet Aygün (58)

Archivbild: Berlins Döner-König Mehmet Aygün (58)

© dpa Lizenz

Aygüns Lebensgeschichte ist eine, wie sie sonst nur Hollywood-Autoren verfassen: 1971 kam er nach Berlin – wusch am Kotti Teller im türkischen Imbiss seines Onkels. Dort will er als Teenager auch den „original Döner“, also Fleisch im Fladenbrot, erfunden haben.

44 Jahre später ist Mehmet Aygün ein „Gobal Player“, besitzt nicht nur die Döner-Kette „Hasir“, sondern gemeinsam mit seinen Brüdern auch mehrere Hotels. Die meisten davon stehen in der ehemaligen Heimat der Aygüns, der Türkei.

Mit dem neuen Hotel direkt am Gendarmenmarkt will der Döner-König nun auch den Berliner Hotel-Markt aufmischen. Das ist mutig, denn die Konkurrenz ist stark. So eröffneten erst 2014 mit dem „Steigenberger Am Kanzleramt“, dem „Holiday Inn City Eastside“ und „Leonardo Berlin Mitte“ mehrere Hotels im Vier- und Fünf-Sterne-Segment. Doch offensichtlich glaubt Mehmet Aygün an sein Imperium. Das nötige „Kleingeld“ dazu hat er, ist er doch mittlerweile Multimillionär.

Bei der Ausstattung des „Titanic Deluxe“ wurde nicht gespart: Neben 208 Zimmern und Suiten beherbergt das denkmalgeschützte Haus (ehemaliges Kostümhaus der Deutschen Staatsoper) auch einen prunkvollen Ballsaal und 1000 m2 Spa-Bereich – im Hamam-Style.

Das teuerste Zimmer ist übrigens die Präsidentensuite. Sie geht über zwei Etagen. Kostenpunkt: 2 900 Euro pro Nacht. Die günstigste Variante des Doppelzimmers soll ab 149 Euro zu haben sein. Eröffnen will man ab 1. März schrittweise – also pünktlich zur Reisemesse ITB.

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