Vladimir Burlakov hat einen verzweifelten Instagram-Post abgesetzt. Seine Verzweiflung ist wohl berechtigt: Der Schauspieler versucht, eine Wohnung in Berlin zu finden. Ob der „Tatort“-Kommissar aus Saarbrücken diesen kniffligen Fall wohl wird lösen können?
„Tatort“-Star sucht Wohnung in Prenzlauer Berg
Vladimir Burlakov sucht eine Bleibe mit mindestens zwei Zimmern in Prenzlauer Berg oder Mitte. Sein Budget: maximal 1400 Euro warm. Im Gegenzug bietet der 39-Jährige seine bisherige Wohnung zur Weitergabe an: 3,5 Zimmer, 125 Quadratmeter. Warum der Schauspieler sich verkleinern will, verrät er nicht.
Vladimir Burlakov mit seinem Partner Martin Samek
© Manfred Behrens/Imago
Doch er scheint verzweifelt zu sein: „Wer weiß was? Wer braucht was? Bitte teilen!“, schreibt er in Großbuchstaben in seiner Instagram-Story. Sein Partner Martin Samek hat Vladimirs Aufruf ebenfalls geteilt – vielleicht suchen sie ein gemütlicheres Liebesnest in der Hauptstadt.
Der Berliner Wohnungsmarkt ist brutal
Maximal 1400 Euro für mindestens zwei Zimmer – ist das ein realistischer Anspruch? Die Angebotsmieten in Prenzlauer Berg liegen je nach Portal zwischen 15 und 21 Euro kalt pro Quadratmeter. Rechnet man drei bis dreieinhalb Euro Nebenkosten dazu, landet man bei rund 19 bis 25 Euro warm.
Für 1400 Euro warm sind das je nach Lage zwischen 56 und 74 Quadratmetern. Eine typische Zweizimmerwohnung im Altbau misst 55 bis 65. Das Budget passt also. Knapp, aber es passt.
Wohnungsgesuche wie diese hängen in Prenzlauer Berg überall. Der Bezirk ist sehr beliebt.
© Jürgen Ritter/Imago
Aber das Problem in Berlin ist nicht nur der Preis. Es ist die Konkurrenz. Wer hier auf eine Wohnungsanzeige antwortet, steht mit dreistelligen Bewerberzahlen in derselben Warteschlange, und wer zur Besichtigung kommt, darf sich in der Regel mit 30 weiteren Verzweifelten in einen Hausflur stellen – und für ein Wunder beten.
Genau deshalb ist Burlakovs Vorgehen gar nicht albern. Er sucht nicht auf Immoscout und Co., er sucht über Reichweite. Der Wohnungstausch über Instagram ist in Berlin längst eine eigene Disziplin. Was früher der Zettel am schwarzen Brett war, ist heute die Story mit orangefarbenen Textfeldern.
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