Vivantes-Klinik

Schimmel-Alarm auf der Nobel-Station

In der Komfort-Klinik von Vivantes in Reinickendorf schimmelt es. Ist das noch Komfort?

BK
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Die Vivantes-Komfortklinik in Reinickendorf.

Die Vivantes-Komfortklinik in Reinickendorf.

© Kai Horstmann Lizenz

Kurz vor dem Jahreswechsel, am 15. Dezember, schloss das Reinickendorfer Krankenhaus die sogenannte Komfortstation AB, eine Spezialabteilung für Kranke mit Zusatzversicherung oder mit dickem Geldbeutel. Begründung: Wasserschaden. „Dieser wurde im November festgestellt“, sagt Mischa Moriceau, Sprecherin des Mutterkonzerns Vivantes. Ein Rohr innerhalb der Wand war undicht gewesen. Wie lange es schon tröpfelte, weiß man nicht. Lange genug jedenfalls, um für weit unangenehmere Folgen zu sorgen.

Was nämlich nicht nur den eilig verlegten Patienten, sondern auch dem Personal verschwiegen wurde: Die Wände sind großflächig verschimmelt. „Bei Luftzug können sich die Sporen verteilen, Atemwege reizen und Allergien begünstigen“, erklärt Experte Alex Ciric (33) von der Schimmelwerkstatt. Der Fachmann weiter: „Schwarzschimmel gehört zu den gefährlicheren Sorten.“ Tatsächlich sollen Angestellte der Komfortstation AB im vergangenen Jahr häufiger über Atemwegsprobleme geklagt haben. Nach Bekanntwerden des Wasserschadens im November habe man sofort einen Sachverständigen hinzugezogen, der die Luftbelastung durch Schimmel an mehreren Punkten prüfte, beteuert die Klinik.

„Den Ergebnissen zufolge bestand weder für Patienten noch für Mitarbeiter eine Gefahr“, so die Sprecherin. Und so geht der Betrieb im darüber liegenden Geschoss (ebenfalls eine Komfortstation für Privatpatienten) weiter, während unten Sanierungsarbeiten laufen. „Das wird noch mehrere Wochen in Anspruch nehmen“, sagt Moriceau. Da sich der Wasserschaden auf das Innere der Wände auswirkte, müssen die betroffenen Schimmel-Wände neu errichtet werden.

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