Der deutsch-palästinensische Journalist Nader Al-Sarras, der seit fünf Jahren in Berlin lebt und den Schnappschuss in der U8 machte, postete das Bild samt Übersetzung der Aufschrift bei Facebook. Auf der Tasche steht: "Dieser Text hat keine andere Bedeutung, als die zu erschrecken, die Angst vor der arabischen Sprache haben." Die Übersetzung stimmt, wie sich die Berliner Morgenpost von einem Übersetzungsbüro bestätigen ließ. Die Kommentare unter dem Posting von Al-Sarras sind überwiegend positiv.
Offenbar soll die Tasche den Berlinern zeigen, mit welchen Vorurteilen sie anderen Menschen begegnen - nur aufgrund der sichtbaren arabischen Schriftzeichen. Dahinter steckt eine Kampagne gegen Islamophobie. Der im israelischen Haifa ansässige Grafikdesign-Shop Rock Paper Scissors produziert die Stoffbeutel, die vor allem bei jungen Leuten beliebt sind. Mittlerweile wird die Tasche in die ganze Welt geliefert.
Mit einem so großen Interesse habe die kleine Firma gar nicht gerechnet, sagte eine Sprecherin auf Nachfrage von Buzzfeed. Dass der Aufdruck so viel Aufmerksamkeit auf sich zieht, mag an den Ängsten der Europäer nach den jüngsten Terroranschlägen liegen, so die Vermutung. Die daraus resultierende Islamophobie, die Vorurteile gegen Muslimen und Flüchtlinge, haben stark zugenommen. Mit dem Jutebeutel und der Botschaft dahinter soll ein Zeichen gegen Vorurteile und Intoleranz gesetzt werden.
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