LKW begräbt Auto: vier Tote
Der Unfall legte das Innere des BMW bloß, die Insassen hatten keine Chance.
© schroeder
Ein Leichenwagen steht bereit, im Hintergrund hebt ein Kran das Wrack des PKW an, der von dem auf der Seite liegenden LKW begraben wurde.
© schroeder
Die Leiche eines der Opfer wird abtransportiert
© schroeder
Feuerwehrleute versuchten zunächst vergeblich, den LKW mit Druckluft anzuheben.
© schroeder
Bei zwei Horror-Unfällen geschah das, wovor sich alle fürchten. Völlig unbeteiligt wurden vier Menschen Opfer eines heranrasenden Lkws. Auf der Bundesstraße 1 bei Heidekrug in der Nähe von Berlin war ein weißer Sattelschlepper aus bislang ungeklärter Ursache ins Schleudern geraten.
Der Fahrer habe zwar noch versucht, den mit einem Stahlcontainer beladenen Sattelzug wieder zurück auf die Fahrbahn zu lenken, habe dabei aber möglicherweise das Lenkrad verrissen, so ein Sprecher.
Der Laster schoss deshalb über die Straße in die gegenüberliegende Böschung. Dort schleuderte der tonnenschwere Auflieger, drehte sich wie eine Sichel über den Asphalt und stürzte auf die entgegenkommende Limousine.
Dabei begrub er ein in Richtung Berlin fahrendes Auto unter sich. „In dem Pkw waren fünf Insassen, wobei nur einer überlebt hat“, sagte ein Sprecher. Der 60-jährige Autofahrer starb noch an der Unfallstelle, ebenso sein 59-jähriger Beifahrer und zwei Frauen im Alter von 59 und 60 Jahren im Auto. Ein fünfter Insasse (78) wurde im völlig plattgedrückten Auto eingeklemmt.
Die Feuerwehr befreite ihn schwer verletzt nach drei Stunden. Wer die Toten sind, ist noch unklar. Allein die Identität des Fahrers konnte ermittelt werden. Der 43 Jahre alte Lkw-Fahrer kam mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus. In einer langwierigen Aktion hoben Einsatzkräfte und ein Kran-Unternehmen den Lkw noch in der Nacht vom Pkw. Bis Mittwochmorgen sollte die Unfallstelle geräumt werden, sagte die Polizei.
Zwei Sattelschlepper knallten in sechs Autos
Und auch in Sachsen kollidierten zwei Sattelschlepper mit sechs Autos. Auf der A 14 zwischen Mutzschen und Leisnig in Sachsen übersah einer der beiden Lkws das Stauende. In letzter Sekunde versuchte er noch, seinen Brummi umzulenken, touchierte dabei aber einen anderen Sattelschlepper und krachte in die Leitplanke.
Die Wucht des Aufpralls erfasste auch sechs weitere Pkw. Ein Mensch wurde lebensgefährlich verletzt. Die Notärzte brachten zwölf weitere, darunter vier Kinder und einen Säugling, schwer verletzt ins Krankenhaus. Zur Identität der Opfer war am Morgen noch nichts bekannt.
Bei Dunkelheit und mit Hilfe von Scheinwerfern begannen in der Nacht die Bergungsarbeiten der Autos und der beiden 40-Tonner. Die A14 war in Richtung Dresden sowie in Richtung Leipzig voll gesperrt. SHI/JSt
UPDATE: Nach dem schweren Verkehrsunfall mit vier Toten bei Heidekrug (Märkisch-Oderland) können Fahrzeuge die stundenlang gesperrte Unfallstelle auf der B1 wieder passieren.
Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com