Junge Autisten, Kinder mit Schädel-Hirn-Trauma oder angeborenen Fehlbildungen des Gehirns wie Balkenagenesie. Weil sie in der Schule nicht so schnell mitkamen, andere Bedürfnisse und Verhaltensweisen hatten als ihre Klassenkameraden, haben diese Kinder in regulären Schulen Ausgrenzung erfahren - bis sie in die Klasse von Chris Ulmer kamen.
In Ulmers Schulstunden beginnt der Tag mit zehn Minuten voller Komplimente. „Ich bin froh, dich in meinem Unterricht zu haben. Ich finde, du bist sehr lustig. Du bist ein toller Fußballer. Jeder hier mag dich“, sagt der junge Lehrer zu seinem Schüler, der – wie einige vor und manche nach ihm – vor Chris Ulmer steht und nach jedem Kompliment „Ja“ oder „Danke“ oder „Das ist richtig“ sagt. Noch ein motivierender Handabschlag und dann kommt der nächste Schüler dran.
Wie Chris Ulmer, ein nebenbei gesagt sehr gut aussehender Lehrer, auf diese Art seinen Schülern jeden Morgen Liebe vermittelt, ist in diesem kurzen Video zu sehen, das seit Mitte November auf seiner Facebook-Seite Special Books by Special Kids hochgeladen und seitdem über 15.000 mal geteilt wurde.
Auf der Facebook-Seite Special Books by Special Kids sieht man, dass Ulmer – mit Einverständnis der Eltern – fast täglich Bilder und Videos aus dem Unterrichtsalltag postet: Niedliche Unterhaltungen mit einzelnen Kindern, Sing- und Tanzspaß, Debatten und andere schöne Momente kann man so verfolgen.
Eigentlich wollte Chris Ulmer ein Buch über diese Kinder veröffentlichen, um mehr Verständnis in der Gesellschaft für die Kleinen zu schaffen. Es erzählt ihre Geschichten aus der eigenen, kindlichen Perspektive, aus der Sicht der Eltern und des Lehrers Ulmer.
Sollte er keinen Verleger finden, so der junge Amerikaner, wird er die Geschichten seiner Schützlinge weiter über die sozialen Medien mit der Gesellschaft teilen. „Jeder von ihnen hat seine Macken, aber das ist auch gut so“, sagt Ulmer. „Wir geben der Ignoranz leider viel zu oft einen Freischein. Dabei gibt es keine Entschuldigung für fehlende Empathie.“
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