Die 21 Gesobau-Mieter in der Pestalozzistraße 4 sind die ersten, die vom Vertrag profitieren. Das baufällige Haus bekommt ab Frühjahr ein neues Dach und Fassaden, dazu eine Solaranlage mit dazugehöriger Etagenheizung. Die Wohnungen erhalten u.a. neue Bäder. Kosten für die Gesobau: 3,7 Millionen Euro.
Doch den Mietern droht keine drastischen Mieterhöhungen. Dank des Vertrages, den nun der Bezirk mit der Gesobau und der Mieter-Beratung aushandelte. Danach werden nur neun statt der gesetzlich vorgeschriebenen elf Prozent der Modernisierungskosten auf die Miete umgelegt.
Die Brutto-Warmmiete wird für alle Mieter auf 30 Prozent des Netto-Einkommens begrenzt. Drei Jahre keine Mieterhöhung für Hartz-4-Empfänger. In der Pestalozzistraße zahlen sie weiter den monatlichen Quadratmeterpreis von 2,80 Euro (kalt). Mieterin Gudrun Wollnik (49) ist froh, sagt: „Sogar der Umzug in eine Ausweichwohnung während der Sanierung wird uns bezahlt.“
Der Vertrag schließt Luxussanierung und Eigenbedarfskündigungen aus. „Er ist ein Meilenstein im Kampf für bezahlbare Mieten in Berlin“, sagt Baustadtrat Jens-Holger Kirchner. Denn der Vertrag schützt auch die 400 Gesobau-Mieter, deren Wohnungen u.a. in der Grabbeallee, Vinetastraße und Florapromenade modernisiert werden.
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