Versuchter Mord

Ehefrau angezündet: Lebenslänglich für den Ex

Jetzt hofft Dana R. (37), dass sie bald ihren achtjährigen Sohn zurückbekommt.

KLAUS OBERST ALEXANDER SCHMALZ und PHILIPPE DEBIONNE
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Dana R. am Donnerstag kurz nach dem Urteil.

Dana R. am Donnerstag kurz nach dem Urteil.

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Am 26. Juni 2013 saß die Krankenschwester mit ihrem Mann Friedhelm auf der Veranda. Plötzlich sprang der 51-Jährige mit den Worten „Mir reicht’s!“ auf, holte eine Flasche Benzin und überschüttete Dana R. vor den Augen ihres Sohnes damit. „Dann sah ich nur noch, wie aus einem Rohr eine Flamme auf mich zukam. Ich hatte Todesangst“, so die Frau vor Gericht.

Brennend schleppte sie sich zu einem Gartenteich, sprang hinein und rettete sich so das Leben. 60 Prozent ihrer Haut sind verbrannt, fünf Wochen lag die Frau im Koma, 14 Mal wurde sie bisher operiert. Doch Dana R. kämpft sich unfassbar tapfer zurück ins Leben.

Bei Prozessbeginn hatte die 37-Jährige ihr verbranntes Gesicht noch hinter einem Tuch versteckt. Gestern trat sie selbstbewusst im Gericht auf, hatte sich geschminkt und hübsch zurechtgemacht. So als wolle sie ihrem Peiniger zeigen: Du hast mich nicht kaputt gemacht!

Dana R. auf einem Urlaubsfoto vor der wahnsinnigen Tat.

Dana R. auf einem Urlaubsfoto vor der wahnsinnigen Tat.

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Juni 2013: Die Polizei hat den Tatort in Blankenfelde-Mahlow abgesperrt.

Juni 2013: Die Polizei hat den Tatort in Blankenfelde-Mahlow abgesperrt.

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Rettungskräfte kümmern sich um die schwer verletzte Frau.

Rettungskräfte kümmern sich um die schwer verletzte Frau.

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Der siebenjährige Tim musste zusehen, wie Mama mit Benzin übergossen und dann angezündet wurde.

Der siebenjährige Tim musste zusehen, wie Mama mit Benzin übergossen und dann angezündet wurde.

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Am frühen Nachmittag dann das erlösende Urteil: Friedhelm R. muss lebenslänglich hinter Gitter. Der Richter sah in der wahnsinnigen Tat des 51-Jährigen gleich drei Mordmerkmale: Grausamkeit, Heimtücke und niedere Beweggründe. „Für meine Mandantin ist dieses Urteil eine Genugtuung“, so Dana R.s Anwältin Michaela Mumm-von Oldenburg zum KURIER. Und weiter: „Der Mann hat seine gerechte Strafe bekommen.“

Jetzt hofft Dana R., ihren achtjährigen Sohn zurückzubekommen. Der Junge war nach der furchtbaren Tat per Gerichtsbeschluss zu seinem leiblichen Vater nach Rostock gebracht worden. Ihre Anwältin: „Aber der Kleine will unbedingt zurück zu seiner Mama!“

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