Es gibt keine Spur, keine Nachricht von ihnen. Die 14 Frauen und Männer sind einfach weg. Sie waren zuvor schon einige Tage in Berlin, nahmen an dem Frauenfußball-Turnier „Discover Football 2011“ teil. Zwei gehören zum Togo-Team, 12 zur Mannschaft aus Kamerun.
Alle waren in einem Hostel an der Franz-Künstler-Straße in Kreuzberg untergebracht. Am Donnerstag tauchten sie nicht mehr in ihrer Unterkunft auf. Gegen 23 Uhr wurde ihr Verschwinden festgestellt.
Ein Problem war das erst mal nicht, weil die Afrikaner ein bis Montag gültiges Visum hatten. Das ist jetzt aber abgelaufen. Ihre Mitspielerinnen reisten vorgestern wie geplant ab. Jetzt fahndet die Ausländerbehörde nach den Vermissten. „Sie sind illegal hier und das ist eine Straftat“, sagt ein Polizeisprecher.
Es ist nicht allerdings ausgeschlossen, dass die Frauen und Männer in ihrer Heimat politisch verfolgt werden. Die Verschwundenen engagieren sich in Togo und Kamerun in sozialen Projekten, kämpfen für Rechte von Frauen und Aidskranken. Gut möglich, dass sie in Deutschland Asyl haben wollen.
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