„Es ist wie verhext“, sagt Pal Dardai. Fünf Elfmeter und fünf Verletzte in fünf Spielen. Jetzt muss auch noch Stammtorhüter Rune Jarstein für den Kracher im ausverkauften Olympiastadion gegen Spitzenreiter Bayern München (Freitag, 20.30 Uhr) passen. Dardai nimmt den Ausfall auf seine Kappe und sucht den Gegenzauber!
Hertha-Trainer Pal Dardai hat den Zauberhut in der Hand und blickt gen Himmel. Der Doppelfluch muss gegen Bayern ein Ende haben.
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„Es war nicht gut, vor dem Spiel zu zögern. Rune war blass, unsicher, es gab einen Ultraschall – das sehen die anderen Spieler. Das war auch mein Fehler. Da sollte ich eingreifen und sagen: Stopp!“, gesteht Dardai.
Ultraschall vor dem Spiel
Jarstein musste an der Weser in der Halbzeit wegen zu starker Schmerzen in der Kabine bleiben. Den Norweger plagt noch ein Bluterguss im Oberschenkel, den er sich bei der 4:2-Gala gegen Mönchengladbach drei Tage zuvor zu zog. „Wenn man so zögert und es so fraglich ist, wäre es besser gewesen, Thomas (Kraft, d. Red.) gleich zu bringen. Körpersprache ist wichtig“, erklärt Dardai seine Selbstkritik. Allerdings: Bis zu seiner Auswechslung ließ sich Jarstein nichts zuschulden kommen, war bei beiden Gegentoren machtlos.
Rune Jarstein leidet an einem Bluterguss im Oberschenkel, musste gegen Bremen in der Halbzeit ausgewechselt werden.
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Beim dritten Treffer stand bereits Vertreter Kraft im Tor – und kassierte Herthas fünften Elfmeter im fünften Spiel. Immer ein anderer Spieler verursachte das Leid. In Bremen holte Marvin Plattenhardt Werders Theodor Gebre Selassie von den Beinen. Der Nationalspieler ärgerte sich über den Pfiff – gestand aber ein, dass der Schiedsrichter richtig lag. „Er macht das geschickt, wie er sich anschleicht. Ich treffe ihn – klarer Elfmeter.“
Der fünfte Elfmeter war eine klare Sache: Marvin Plattenhardt trifft Bremens Theodor Gebre Selassie.
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Die ständigen Strafstöße bringen Hertha-Ösi Valentino Lazaro ins Grübeln. „Wir müssen uns hinterfragen, was da los ist? Das sind einfach zu viele.“
Flutlicht und volle Hütte
Auch der Chefcoach verzweifelt. „Das ist wie verhext! In jedem Spiel kriegen wir einen Elfmeter und einen neuen Verletzten“, ärgert sich Dardai, der in jedem Spiel seine Startelf umbauen musste: Nach dem Auftaktsieg gegen Nürnberg (1:0) fehlte Hertha beim 2:0 auf Schalke Marvin Plattenhardt. Zudem verletze sich im Spiel Abwehrchef Karim Rekik. In Wolfsburg (2:2) erwischte es dann Jordan Torunarigha, gegen Mönchengladbach Marko Grujic. Ausgerechnet gegen die Über-Bayern, die pünktlich vor dem Duell im Oly erstmals aus dem Tritt geraten sind (1:1 gegen Augsburg) fehlt nun Jarstein.
Dardai sucht gegen den Rekordmeister mal wieder eine (neue) Startelf. Beim letzten Sieg (2:1) gegen die Bayern (2009) stand er noch selbst auf dem Platz. „Es wäre schön, wenn wir nach so vielen Jahren das Siegtor schießen“, sagt Dardai. Die Rahmenbedingen stimmen: Freitagabend, Flutlicht, volle Hütte: Bleibt zu hoffen, dass Dardai ein Gegenzauber gegen den Doppel-Fluch findet.
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