Pendler, Schüler und alle anderen Fahrgäste müssen sich am Freitag (ab 3 Uhr) auf große Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr einstellen. Mit einem Warnstreik will die Gewerkschaft Verdi den Bus-, U- und Straßenbahnverkehr in Berlin und Brandenburg weitgehend zum Erliegen bringen. Das dürften auch Autofahrer auf den Straßen zu spüren bekommen.
In der Hauptstadt soll der Ausstand nur bis 10 Uhr andauern. Danach soll der ÖPNV in Berlin wieder nach und nach anlaufen. In der Zeit des Arbeitskampfes fallen laut den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) sämtliche Straßen- und U-Bahnen sowie die meisten Buslinien aus. Zu den Bussen, die fahren, zählen etwa die Linien M36 und 106. Auch die wenigen Fährlinien sollen wie gewohnt im Einsatz sein.
Vor den Auswirkungen des Streiks auf den Straßenverkehr warnt auch die Verkehrsinformationszentrale (VIZ). Nach ihren Angaben ist über den gesamten Tag mit einem deutlich höheren Verkehrsaufkommen auf den Straßen zu rechnen! Zudem endet am Freitag die Schule vor den Winterferien, viele dürften in den Urlaub starten.
In Friedrichshain ist zudem aufgrund einer Sportveranstaltung in der Mercedes-Benz-Arena mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen zu rechnen. Die Veranstaltung beginnt um 19.00 Uhr. Betroffen ist der Bereich Mühlenstraße, Warschauer Straße, Oberbaumbrücke und Stralauer Allee.
In Brandenburg soll der Ausstand ganztägig sein
In Brandenburg plant Verdi im Gegensatz zu Berlin einen längeren, ganztägigen Ausstand im öffentlichen Nahverkehr. 14 Verkehrsbetriebe sind betroffen. Die Potsdam GmbH kündigte bereits an, dass zwischen Freitag 3 Uhr und Samstag 4 Uhr alle Fahrten „der Tram, der Fähre und ein Großteil der Fahrten mit dem Bus“ entfielen.
Die Verkehrsbetriebe in Ostprignitz-Ruppin, der Prignitz, der Uckermark und Oberspreewald-Lausitz beteiligen sich nicht am Arbeitskampf. Hier rollt der Verkehr.
Ausgenommen vom Streik ist auch der Zugverkehr. S-Bahn, Regional- und Fernzüge sollten nach Angaben des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg planmäßig fahren. Auch die Züge der Odeg und NEB werden nicht bestreikt. ■
Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com