Verkehrschaos vorprogrammiert

Böser Stau an der Bösebrücke

Die Ost-West-Verbindung wird zwei Jahre lang saniert.

Claudia Wilms
Lesezeit 2 Min
Die Bösebrücke wird auch gerne Bornholmer Brücke genannt. Sie ist eine der wichtigsten Verkehrsverbindungen zwischen Ost und West.

Die Bösebrücke wird auch gerne Bornholmer Brücke genannt. Sie ist eine der wichtigsten Verkehrsverbindungen zwischen Ost und West.

© Gudath Lizenz

Punkt 15 Uhr ist die Grenze zwischen Wedding und Prenzlauer Berg dicht. Denn schon vor drei Jahren ergaben Tests, dass die fast 100 Jahre alte Stahlkonstruktion an der Grenze ihrer Belastbarkeit angekommen ist.

Einzige Lösung: Das Eigengewicht der Brücke muss reduziert werden. Das heißt: alter Beton wird abgetragen und durch Leichtbeton ersetzt. Darüber hinaus gibt es neue Treppen und Stützwände. 5,3 Millionen Euro gibt der Senat für das Plus an Sicherheit aus. Ein Muss, denn der Verkehr auf der wichtigsten innerstädtischen Ost-West-Verbindung wird nicht weniger.

Ausgerechnet durch eine verkehrsberuhigte Zone rollt ab heute der Verkehr. Von der Osloer Straße geht es rechts durch die Jülicher bis zum Gesundbrunnen Center. Dann links weiter über die Behmstraße (eine Tempo-30-Zone) und wieder links durch die Malmöer zurück auf die Bornholmer – dicht vorbei an Kitas und Spielplätzen.

Anwohner protestierten gegen die Umleitung. Sie befürchten, dass es extra trotz aufgetragenen Flüsterasphalts laut wird. Und gefährlich. Jülicher und Malmöer wurden dazu in Einbahnstraßen umgewandelt.

Als wenn es nicht ungemütlich genug wäre: Wenn 2016 die Nordhälfte der Brücke gemacht wird, schlägt zeitgleich die BVG zu, kappt für sechs bis acht Wochen die Straßenbahn-Verbindung: Die 1995 eröffnete Tram-Strecke in Richtung Virchow-Klinikum bekommt neue Gleise.

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