Auf Klassenfahrt in der Uckermark

Junge (10) vergewaltigt Mitschüler

Kind war verhaltensauffällig und kündigte seine Tat Stunden vorher an.

Gerhard Lehrke Lutz Schnedelbach
Lesezeit 2 Min
Nach den bisherigen Ermittlungen geschah die abscheuliche Tat im Juni vor den Sommerferien im Schloss Kröchlendorff. (Symbolbild)

Nach den bisherigen Ermittlungen geschah die abscheuliche Tat im Juni vor den Sommerferien im Schloss Kröchlendorff. (Symbolbild)

© Britta Pedersen/ZB/dpa

Nach den bisherigen Ermittlungen geschah die abscheuliche Tat im Juni vor den Sommerferien im Schloss Kröchlendorff. 38 Kinder hatten eine etwa einwöchige Klassenfahrt unternommen. Die Betreiber des idyllisch gelegenen Herrenhauses sind auf Erlebnispädagogik spezialisiert. Das Motto der Reise: „Aus Mitschülern werden Teams“.

Schulpsychologische Maßnahmen wurden sofort ergriffen

Die Polizei äußert sich nicht zu dem Fall wegen des Opferschutzes. Der Haupttäter, der in der Schule als verhaltensauffällig und gewaltbereit galt, stammt aus Afghanistan, so die B.Z. Er soll seine Tat am Vormittag bereits angekündigt haben. Am Abend machten die Jungen ihre Drohung war. Die beiden Mittäter, die das Opfer festhielten, stammen ebenfalls aus Syrien und Afghanistan. Das Opfer litt tagelang, ein Freund des Jungen offenbarte sich Tage später einem Sozialarbeiter. Der informierte die Schulleitung, die die Polizei rief. 

Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) ließ am Samstag gegenüber dem KURIER erklären: „Das ist ein entsetzlicher Fall, ich bin schockiert. Ich finde es richtig und wichtig, dass alle Institutionen vom ersten Tag an kooperiert haben – die Polizei, das Jugendamt und die Schule, die sofort schulpsychologische Maßnahmen ergriffen hat.“ Das Bezirksamt prüfe jetzt alle Möglichkeiten, wie der Haupttäter außerhalb einer öffentlichen Schule, zum Beispiel in einer Kleingruppe, unterrichtet werden könne. Keiner der mutmaßlichen Täter besuche noch die betroffene Schule, was ein Teil der Opferhilfe darstelle. Auch das Opfer geht zum eigenen Schutz und auf eigenen Wunsch in eine andere Schule.  

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