Die neue Arena

Gestatten, ich bin Herthas Traumschloss

2025 soll sie stehen mit 55.500 Plätzen und Parkhaus für E-Autos.

Wolfgang Heise Sebastian Schmitt
Lesezeit 3 Min
Hertha BSC stellte zum Wochenbeginn seinen Mitgliedern auf der Vereinsversammlung die Baupläne für eine neue Arena neben dem Olympiastadion vor.

Hertha BSC stellte zum Wochenbeginn seinen Mitgliedern auf der Vereinsversammlung die Baupläne für eine neue Arena neben dem Olympiastadion vor.

© Hertha BSC

Präsident Werner Gegenbauer hat Großes mit Hertha vor. Er setzt sich massiv für ein neues Stadion ein, die Verhandlungen mit dem Senat laufen. 

Präsident Werner Gegenbauer hat Großes mit Hertha vor. Er setzt sich massiv für ein neues Stadion ein, die Verhandlungen mit dem Senat laufen. 

© imago/Matthias Koch

Standort: Gegenüber den ersten Plänen im März 2017 soll jetzt die neue Arena direkt an der Rominter Allee gebaut werden und nicht mehr nur auf dem Schenckendorffplatz. „Damit sind 70 Prozent des Baus außerhalb des Olympiageländes“, erklärt Finanzboss Ingo Schiller. Dafür müssen Bäume gefällt und zwei Häuser abgerissen werden. Hertha ist in Verhandlung mit den Eigentümern dieser Gebäude.

Parkhaus mit Aufladestationen für E-Autos

Denkmalschutz: Beim ersten Plan wurde moniert, dass die Arena zu hoch gebaut ist und so das Sichtfeld des denkmalgeschützten Geländes stört. Jetzt wird tiefer gebaut. Heißt: Der Unterring liegt unterhalb der Erdebene. Nur der Oberring ragt heraus. Kennen alle schon vom Olympiastadion.
Verkehrsanbindung und Parkplätze: S- und U Bahn sind vorhanden.

Parkplätze sind auch genügend vorhanden wie bisher. Doch Hertha geht noch einen Schritt weiter: Es soll ein modernes zweistöckiges Parkhaus an der Ecke Olympische Straße/Rominter Allee gebaut werden – mit Aufladestationen für E-Autos. Das Parkhaus soll nicht nur bei Hertha-Spielen geöffnet sein, sondern immer. Zugänglich für alle Autofahrer.

VIP-Logen, Ehrenlogen, alles drin

Neue Trainingsplätze: Der Verein kam dem Senat auch entgegen beim Einrichten von zusätzlichen Trainingsplätzen, nicht nur für Hertha, sondern auch für andere Vereine. Die sollen neben dem Schenckendorffplatz entstehen, wo jetzt eine Brache mit einem verrotteten Swimmingpool ist.
Bauart des Stadions: 55.500 Plätze soll die Arena haben, darunter auch 10.000 Plätze, die bei internationalen als Sitzplätze genutzt werden können.

VIP-Logen, Ehrenlogen, alles drin. Ein Glasdach soll Regenschutz bieten. Noch gibt es keine endgültige Fassung, wie das Stadion aussehen soll. Schiller betont: „Unsere Skizzen zeigen noch nicht das Stadion, wie es am Ende werden soll.“ Dann verrät ein kleines Detail: „Wir haben uns die Arena in Bilbao bei unseren Europa-League-Auftritt genau angeschaut.“

Hertha spart fleißig

Bessere Sicht: Keine Tartanbahn, sehr enge Bauweise, steile Ränge. Das ist die Zielvorgabe an die Architekten. Die Fans sollen ganz nah ans Spielfeld, Rund Zweidrittel der Zuschauer werden nicht mehr als 90 Meter vom Rasen entfernt sein.

Preis: Die Arena wird rund 200 Millionen Euro kosten. Eine genaue Angabe kann es wegen der schwankenden Baupreise nicht geben. Hertha wird das Geld selbst aufbringen müssen, spart aber jede Menge, wenn keine Miete mehr für das Olympiastadion gezahlt wird.

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