Verdauung

Darum ist unser Darm so wichtig

Er befreit unseren Körper von schädlichen und unnützen Stoffen

BK
Lesezeit 2 Min
Der Darm befreit unseren Körper von schädlichen und unnützen Stoffen.

Der Darm befreit unseren Körper von schädlichen und unnützen Stoffen.

© Getty Images/iStockphoto Lizenz

Der Darm ist ein relativ großes Organ des Menschen. Dünn- und Dickdarm zusammen können bis zu acht Meter lang werden, haben aber nur einen Durchmesser von einigen Zentimetern. Das millionenfach gefaltete Innere ergäbe ausgebreitet eine Oberfläche von bis zu 500 Quadratmetern – das entspricht der Größe eines halben Fußballfeldes.

Die Darmfunktionen sind für unsere Gesundheit von entscheidender Bedeutung. Einerseits muss der Darm dem Körper verwertbare Nahrungsbestandteile zuführen, andererseits ihn von schädlichen und unnützen Stoffen befreien. Die erst im Mund und dann im Magen zerkleinerten Speisen gelangen als Nahrungsbrei in den Dünndarm. Mit etwa fünf Metern ist er der längere Teil des Darms. Er besteht aus drei Abschnitten: dem Zwölffingerdarm (Duodenum), dem Leerdarm (Jejunum) und dem Krummdarm (Ileum). Im Zwölffingerdarm wird die Nahrung endgültig in ihre Bestandteile zerlegt, die der Körper aufnehmen kann. Im Leerdarm und Dünndarm werden alle verwertbaren Nährstoffe herausgefiltert und in die Blutbahn abgegeben. Wenn der Nahrungsbrei dann in den Dickdarm kommt, ist nur noch ein unverdaulicher Rest übriggeblieben.

Der Dickdarm (Kolon) liegt – von vorne betrachtet – wie ein Rahmen um die Windungen des Dünndarms. Er hat einen größeren Durchmesser und eine buckelige Oberfläche. Seine Aufgabe ist es, dem Nahrungsrest Wasser und einige Salze zu entziehen. So entsteht der feste Kot, der schließlich im Enddarm, auch Mastdarm genannt, landet. Dessen Aufgabe ist es, die Stuhlentleerung in Gang zu setzen.

Wie entsteht Darmkrebs? Krebs kann an den verschiedensten Stellen des Darmes auftreten. Manchmal entwickelt er sich aus zunächst eigentlich gutartigen Geschwülsten, den sogenannten Darmpolypen. Doch nicht jeder Darmpolyp entartet. Bestimmte Sorten weisen jedoch ein erhöhtes Risiko auf.
Dünndarmkrebs ist relativ selten, wohingegen Darmkrebs im Grimmdarm (Kolonkarzinom) oder im Mastdarm deutlich häufiger vorkommt. Die Anzeichen für Darmkrebs sind oft nur sehr diskret: Blut im Stuhl, eine Veränderung der Stuhlgewohnheiten, ein unerklärlicher Wechsel von Durchfall und Verstopfung können zum Beispiel Symptome der Erkrankung sein.

Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com

Lesen Sie mehr zum Thema