Potsdam - Gewitter mit Sturmböen bis Windstärke 9: In Teilen Brandenburg ging ein richtiges Unwetter herunter. Ein umgestürzter Baum erschlug dabei einen Berliner Camper (67). Blitzeinschläge sorgten für brennende Häuser.Immer wieder zuckten Blitze: Kurz nach Mitternacht wurde es am Teupitzer See (nahe Königs Wusterhausen) fast taghell. Dazu kamen Sturm-Böen mit Geschwindigkeiten bis zu 80 Stundenkilometern auf. Sie waren so heftig, dass auf dem nahen Zeltplatz "Waldfrieden" in Egsdorf eine riesige Ulme aus dem Uferboden gerissen wurde.Wolfgang S. (67) konnte sich nicht mehr retten. Er und sein Enkel (15) schliefen, als der Baum krachend auf das Zelt der Berliner Camper fiel. Die Ulme erschlug den Mann. Wie durch ein Wunder geschah dem Jungen nichts.Für Polizei und Feuerwehr war dies nicht der einzige Einsatz in dieser Gegend. Im Ort Schwerin, der auch am Teupitzer See liegt, schlug ein Blitz in ein Ferienhaus ein. Der Dachstuhl fing Feuer, Teile stürzten auf die darunter liegende Dachwohnung, verwüsteten sie. Zum Glück waren die Besitzer in dieser Nacht nicht da.Ein paar Kilometer weiter wurde Wolfgang W. in Klein Köris durch ein lautes Krachen geweckt. Ein Blitz schoss direkt durch das Dach seines Bungalows, Dämm-Materialen fingen an zu brennen. Geistesgegenwärtig griff W. zum Gartenschlauch, um die ersten Flammen zu löschen. Den Rest besorgte die Feuerwehr.Und die musste noch zu zwei leerstehenden Häusern im Süden Brandenburgs, wo es nichts mehr zu retten gab. Die Gebäude brannten vollständig ab.Das Unwetter sorgte auch für umgestürzte Bäume in Cottbus, überflutete durch den starken Regen viele Straßen.------------------------------Zwischenzeile: DURCH BLITZEINSCHLAG: MEHRERE HÄUSER BRANNTENBU: Der Bungalow in Klein Köris (Kreis Dahme-Spreewald) nach dem Blitz-Feuer: Das Dach ist fast weg, die Einrichtung verwüstet.
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