Nein, Sebastian Polter sollte nicht als Grund für das 3:2 gegen den MSV herhalten.
„Was ist denn los mit euch? Ihr stellt doch sonst immer so lustige Fragen. Wir haben doch gewonnen und nun schaut ihr mich so fragend an.“, herrschte er die Fragerunde in der Mixedzone scherzhaft an.
Dabei war Brandy selber mit einer gehörigen Portion Ernsthaftigkeit im Spiel aufgefallen. Nach seinem Tor zum 2:0 blieb er reglos im Netz hängen.
Kein exaltierter Torjubel. Kein Flattermann wie sonst immer. Aus Respekt vor seinem Ex-Klub. Und auch ein bisschen wegen Martin Dausch.
Denn er wusste, dass er mit dieser Bude seinem alten Kumpel richtig wehgetan hatte.
Beim Abpfiff tauschten sie sofort ihre Trikots. „Mein erstes von Sören“, verriet Dauschi mit hängendem Kopf.
Der warme Empfang in der Alten Försterei („Ich hatte von den Unionfans nichts anderes erwartet“) konnte ihn nicht wirklich trösten.
Brandy hingegen war mit sich und der Welt im Reinen. „Ich hätte auch lieber spektakulär 5:0 gewonnen als am Ende noch zittern zu müssen. Aber das ist mir egal. Wir haben die drei Punkte. Allein das zählt.“
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