Unions Parensen

Ich genieße jeden Tag, den ich dabei bin

Trotz der vielen Neuzugänge, schwelgt der ewige Micha im Glück.

Mathias Bunkus
Lesezeit 3 Min
Michael Parensen  bereitet sich akribisch und mit ganz viel Lust auf die Bundesliga-Saison vor.

Michael Parensen  bereitet sich akribisch und mit ganz viel Lust auf die Bundesliga-Saison vor.

© City-Press GmbH

Aufklärung tat Not. Und die kam dann auch. „Ich war mit der Außenseite noch dran. Ist ein hässliches Tor, wie so viele andere von meinen Buden. Ich hätte lieber gern mal ein schönes gemacht“, erklärte Polter mit breitem Grinsen, während Parensen – seit der Verpflichtung von Christian Gentner nicht mehr der Methusalem der Köpenicker – aufmerksam lauschend daneben stand.

„Polti ist ja nicht unbedingt dafür bekannt, dass er die allerschönsten Tore macht. Heute wollte er mir das eigentlich beweisen, dass er das doch kann, hat er mir vor dem Spiel versprochen. Ich habe ihm nur gesagt, dass man ihn schon anschießen muss, damit er überhaupt Tore macht: und so war es dann auch“, scherzte der 33-Jährige.

Parensen ist gut drauf

Kein Zweifel möglich. Pare ist gut drauf. Obwohl die Aussichten auf Spielzeit bei so einem Mammutkader und angesichts der hochkarätigen Zugänge nicht zwingend angewachsen sind.

Doch das kümmert den ewigen Micha wenig. Er müsste quasi alle anderen Kandidaten im Training weggrätschen für seinen Stammplatz. „Welchen Stammplatz hatte ich denn?“, sagte er und lachte er bei diesem Vorschlag. „Es läuft doch alles so wie es soll. Wir haben im Vorfeld darüber geredet. Ich weiß um meine Situation. Ich kann nach wie vor wichtig sein, kann den Jungs helfen. Und wenn was passieren sollte, bin ich da“, sagte der zweifache Familienvater.

All die vielen Neuzugänge, durch die nicht nur er ein klein wenig ins Hintertreffen zu geraten droht,  begrüßt er. „Ich finde es gut. Es macht Spaß. Die meisten von uns oder wir  als Mannschaft oder Verein wissen ja nicht genau, was auf uns zukommt. Ein paar von den neuen Jungs haben schon ein bisschen mehr erlebt. Da nimmt man von jedem was mit. Ich finde es immer wieder spannend, wenn neue Charaktere die Mannschaft beleben“, sagt der gebürtige Bad Driburger, der nach der aktiven Karriere weiter an den Klub gebunden werden soll.

Nicht mehr der Stubenälteste

Besonders eine Verpflichtung hat es ihm angetan. Dadurch ist der letzte gebliebene Aufstiegsheld  von 2009 nicht mehr der Stubenälteste. Die von Christian Gentner natürlich. Überliefert ist es leider nicht, aber er wird bestimmt Oliver Ruhnert zu dieser Verpflichtung gedrängt haben.

Für ihn sind diese Tage in den Bergen also reizvoll. Trotz aller Schinderei. „Das Trainingsniveau finde ich aktuell gut. Alles andere wäre aber auch überraschend. Jeder will sich beweisen, zeigen, was er kann. Wir haben ordentlich Zug drin“, erkannte der 33-Jährige.  Und ergänzte: „Wenn man sieht, wo die Jungs früher gespielt haben. Viele haben schon in ersten Ligen gespielt. Die haben dementsprechend Erfahrung und sie wissen, worauf es ankommt. Sowohl technisch als auch mental. Sie sollen uns ja auch weiterbringen. Es wäre nicht gut, wenn man das höhere Niveau nicht im Training merken würde.“

Die Tage in den Alpen sind also für ihn trotz aller Strapazen reizvoll: „Ich genieße jeden Tag, den ich noch dabei sein kann und mittrainieren darf. Weil es unheimlich viel Spaß macht.  Ich freu mich im Moment trotz schwerer Beine dabei zu sein.“ Da ist Einer mit sich im Reinen. „Ich werde diese Jahr nur genießen können. Jede Minute in der Bundesliga die ich habe.“ Das müssen  nicht mal die auf dem Spielfeld sein.

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