Unions neuer Abwehrchef Algerier übernimmt im ersten Test gleich das Kommando

Ahmed Madouni

Renè Miller
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Gröden - Ahmed Madouni hatte sich nach dem Test von Zweitligist 1. FC Union gegen Chemnitz (1:1) ganz klein gemacht. Auf einer Kiste sitzend wartete er auf seine Kollegen, die noch unter der Dusche und auf dem Rasen beim Auslaufen waren. Im Spiel selbst war Madouni aber nicht nur durch seine 1,91 Meter Unions neuer Abwehrchef.Der Algerier gab lautstark Anweisungen, lobte und spornte seine Mitspieler an. "Normal, dass einer von hinten das Kommando gibt und wir uns gegenseitig helfen. Je mehr wir miteinander reden, desto weniger müssen wir laufen", so der 29-Jährige. Mit seinem ersten Auftritt im Union-Trikot ist er ganz zufrieden. Madouni: "Wir haben eine ganz gute Mischung im Team. Was jetzt noch fehlt sind die Automatismen im Spiel. Aber dafür haben wir ja diese Testspiele."Mit 85 Bundesligaspielen (6 Tore) für Dortmund und Leverkusen ist er Unions erfahrenster Mann. Mit Dortmund wurde er 2002 sogar schon Deutscher Meister. Aus dieser Zeit und gelegentlichen Einsätzen in Dortmunds zweiter Mannschaft kennt Unions Trainer Uwe Neuhaus den Schlaks. Jetzt hat er sich an Madouni erinnert und ihn von Clermont Foot (2. Liga Frankreich) nach Berlin geholt.Neuhaus: "Dass er eine Führungsrolle in der Abwehr übernimmt, hat er gegen Chemnitz deutlich gezeigt. Dafür haben wir ihn auch geholt." Bei Standards wird Madouni sogar torgefährlich. Gegen Chemnitz hätte er so fast das 1:0 erzielt. Madouni: "Ecken und Freistöße sind die einzige Chance, uns als Abwehrspieler nach vorn zu schleichen."------------------------------UNION KOMPAKTEiserne TreueSteffen Jahn durfte beim Spiel gegen Chemnitz (1:1) den Ehrenanstoß vollziehen. Das hat sich der 47-Jährige auch verdient. Denn er gründete schon 1978 den Fanclub "Grödener Union-Fans".Eisernes SparenRund 20 Union-Fans war der Eintritt (8 Euro) in Gröden zu teuer. Sie spazierten, begleitet von der Polizei, durch den Ort und schauten aus der Ferne zu.Eiserner UrlaubManager Christian Beeck düste nach Abschluss der Personalplanungen für einige Tage in den Urlaub.------------------------------BU: Als Dortmunder (o.) wurde Madouni Meister, spielte auch für Leverkusen (u.l.).

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