Sagen Sie mal, Herr Schäfer, wie viele Spieler werden Ihnen eigentlich während der Transferperiode am Tag als mögliche Zugänge angeboten. Und sind das alles No-Names?
Nico Schäfer: Bis zu 60, die meisten davon sind No-Names. Aber es sind schon auch richtig gute dabei. Und wenn es Interesse von unserer Seite gibt, dann gehen wir dem nach. Auch große Namen werden angeboten, insbesondere von international tätigen Agenturen. Aber mehr verrate ich dazu nicht.
Ist ein aktueller Unioner jetzt eisern, weil er Ihnen mal angeboten wurde? Wenn ja, wer?
Grundsätzlich ist unser Ansatz umgekehrt: Wir suchen positionsbezogen nach Verstärkungen, sondieren den Markt, sichten Spieler und holen möglichst viele Informationen ein. Natürlich wissen gute Berater auch, auf welchen Positionen Handlungsbedarf bestehen könnte und bieten uns dementsprechend Spieler an. Aber auch bei angebotenen Spielern machen wir uns ein möglichst umfassendes eigenes Bild. Dazu gehören unter anderem mehrmaliges Live-Scouting und persönliche Gespräche. So lief es zum Beispiel bei Damir Kreilach.
Damir Kreilach ist seit Sommer Kapitän bei Union.
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Chinedu Ede ging im Sommer 2012 zu Mainz 05.
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John Jairo Mosquera ging 2012 zu Energie Cottbus.
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Markus Karl ging im Januar 2013 zu Lautern.
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Sie kümmern sich auch um die Abgänge. Viele Fans fragen sich, warum verschenkt Union fast immer seine Spieler? Bei Dausch und Özbek wurden jetzt die Verträge wie vorher schon bei vielen anderen aufgelöst ...
Beide haben wir aber auch ablösefrei verpflichtet. Und wir haben zum Beispiel für John Jairo Mosquera, Chinedu Ede oder Markus Karl durchaus lukrative Ablösesummen erzielt. Grundsätzlich hängt es von der Perspektive eines Spielers bei uns ab und natürlich vom Interesse anderer Klubs. Beim Wechsel eines Spielers in die 3. Liga ist in den seltensten Fällen eine Ablöse zu erzielen. Trotzdem kann man gemeinsam Lösungen finden, die für beide Seiten zufriedenstellend sind. In den beiden genannten Fällen ist uns das, denke ich, gelungen.
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