Unions Aufstiegs-Toptorjäger

Im Stürmerlotto hätte Andersson gerne zwei Spitzen

Angesicht vier sehr guter Angreifer hofft der Schwede auf Unions Mut zur Offensive.

Mathias Bunkus
Lesezeit 2 Min
Sebastian Polter schaut genau hin, was Kollege Sebastian Andersson im Training drauf hat.

Sebastian Polter schaut genau hin, was Kollege Sebastian Andersson im Training drauf hat.

© Matthias Koch

Nicht, dass er das in unseren Breitengraden genutzte Idiom nicht beherrscht. Also zumindest beim Verstehen und Hören. Doch warum es benutzen, wenn es einfacher mit Englisch geht. Sein Zimmergenosse im Dilly’s, Julian Ryerson, gehört ja als Norweger auch nicht zu der Gruppe, bei der er automatisch ins Deutsche verfallen muss. Als Skandinavier gehört er eben zu den Nationen, denen neben ihrer Muttersprache die Weltsprache quasi in die Wiege gelegt wird. Wobei es eine Person gibt, bei der das nicht zieht. „Mit Susi muss ich Deutsch reden“, verriet der Blondschopf im Trainingslager in Oberösterreich. Mit Susi ist Mannschaftsbetreuerin Kopplin gemeint, Die ist gleichermaßen Spieß und Mutter der Kompanie.

Zur neuen Saison hat er sich daher etwas vorgenommen. Nein, nicht eine bestimmte Torzahl. Die lag zwar in den Vorjahren jeweils bei einem Dutzend für Kaiserslautern oder die Eisernen. Aber erstens kann man im Fußball-Oberhaus nicht davon ausgehen, dass sich das automatisch fortsetzt. Und zweitens gehört der 1,90 große Angreifer nicht zu der Sorte Spieler, die sich eine bestimmte Marke setzen, die sie knacken wollen. Er will schlicht und einfach in seinem dritten Jahr endlich Deutschkurse zu belegen. Zusammen mit Neuzugang Marcus Ingvartsen. Geteiltes Leid ist eben halbes Leid.

Etwas mehr Urlaub wäre schön gewesen

Gut erholt und frisch präsentiert sich der Blondschopf im Oberösterreichischen. Obwohl der Urlaub recht kurz war. „Ich bin zum Glück vor den Länderspielen noch ein paar Tage wegfahren. Und ja, etwas mehr hätte es ruhig noch sein können. Vom Urlaub kann man ja nie genug haben“, erklärte er mit einem Lachen.

Dennoch ackert er freimütig und ohne ein Anzeichen von schlechter Laune. Er weiß ja, wofür er es tut. Die Bundesliga ist sein Traum. Und verschlechtert seine Chancen bei den „Tre Kronor“ auch nicht.

Die könnten höchstens durch geringeren Einsatzzeiten gemindert werden. Was angesichts der Konkurrenz durch Sebastian Polter, Ingvartsen und Anthony Ujah im Bereich des Möglichen ist. Was Andersson aber nicht anficht. „Wir brauchen mehrere gute Angreifer für die Bundesliga. So können wir vielleicht auch einmal mit zwei Spitzen spielen“, sagte der 27-Jährige. Erklärtermaßen sein bevorzugtes System.

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