Na gut, da er sich damit nicht so befasst, machen wir das für den Schweizer. Auf kürzeste Weise zusammengefasst heißt es: Union – Null, Köln – 13!
Legendär der erste Auftritt im damaligen Müngersdorfer Stadion im Oktober 2002. Aber nicht wegen der sportlichen Darbietung. Die endete mit 0:7 und wenig später mit der Entlassung von Trainer Georgi Wassilew. „Das war das schlimmste Spiel meiner Karriere. Wenn ich zwei, drei Packungen dieser Art hintereinander bekommen hätte, hätte ich meine Stiefel wohl an den Nagel gehängt“, erinnert sich der alte Haudegen Tom Persich. 46 Sekunden brauchte es, bis es erstmals in Unions Gehäuse einschlug. Nach neun Minuten lag Union schon 0:3 zurück. „Ich dachte nur, Himmel, wie sollen wir die letzten 81 Minuten noch überstehen?“, so Persich. Auch ein Torwartwechsel brachte nichts. Robert Wulnikowski kam in der Pause für Sven Beuckert und boxte sich auch noch einen rein.
Polonaise im Block
Aber die Fans der Eisernen zeigten herrliche Selbstironie. Eine Polonaise bildend zogen sie lauthals singend durchs Stadion: „Das wird ’ne ganz enge Kiste“. Was für ein toller schwarzer Humor. Und seitdem ein geflügeltes Wort bei den Eisernen, wenn sie mal wieder so richtig böse verdroschen werden.
Im Februar 2013 wähnten sich die Köpenicker auf Augenhöhe mit der Geißbockelf. Als Sechster trennte sie nur ein Zähler von den damals Fünftplatzierten Kölnern. Dann schlug eine Grippewelle zu, Torsten Mattuschka und Fabian Schönheim – damals Leistungsträger – mussten passen und nach 90 Minuten stand aus Union-Sicht ein tristes 0:2 auf der Anzeigetafel.
Im Spieljahr darauf rechneten sich die Eisernen endlich was aus. Schließlich gastierten sie im November 2013 als Tabellenzweiter beim punktgleichen Spitzenreiter. 90 Minuten und ein 4:0 später waren auch hier die Fronten geklärt. Ein gewisser Simon Terodde trug seinerzeit übrigens noch den Dress der Eisernen.
Nun Anlauf Nummer vier. Wird es wieder „’ne ganz enge Kiste“? Oder heißt es diesmal: Mer losse d’r Dom in Kölle, aber die Punkte nehm’ wa mit!
Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com