Guter Start

Union-Motto in Sandhausen: Kurs halten

Trainer Urs Fischer warnt aber vor dem heutigen Gegner.

Mathias Bunkus
Lesezeit 2 Min
Urs Fischer warnt vor einem angeschlagenen Gegner.

Urs Fischer warnt vor einem angeschlagenen Gegner.

© imago/Camera 4

Auf der Punktehatz durch die Zweite Liga will er  sich nicht in irgendwelchen Fußangeln verfangen.   „Wir dürfen die bloß nicht unterschätzen“, warnt der Schweizer davor, die bislang punktlosen Hardtwaldt-Jungs  leichtfertig aufzuscheuchen.  „Die waren drauf und  dran, den einen oder anderen Punkt zu holen“,  will er die bisher Null Zähler des SVS nicht als Maßstab gelten lassen. 

Nein, seine Jungs sollen sich einfach weiter wie bisher an das waidwunde Wild heranpirschen und ihm den Gnadenstoß versetzen, wenn es nach der Vorstellung des 52-Jährigen geht. Erst mal müsse der sprichwörtliche Bär  erlegt werden, ehe das Fell verteilt werden kann.

Eklig zu bespielen

Dass Sandhausen ein eklig zu bespielendes Team ist, wissen die Köpenicker aus eigener Erfahrung. Falls jemand dies verdrängt haben sollte,  wird Florian Hübner die  Kollegen bestimmt daran erinnern. Schließlich trug er selbst zwischen 2013 und 2016 drei Jahre den schwarz-weißen Dress der Kurpfälzer. Dort müsse ein Jäger  schon hochfokussiert an die Aufgabe herangehen, wenn man die Punkte so schießen will, wie es einem gefällt. 

Großartig etwas ändern wird Fischer nicht  an seinem Team, um die  Hausherren aus ihrem Revier aufzuscheuchen. Warum sollte er  auch? Die Truppe hat das in der Vorwoche ja gut gemacht beim 4:1 gegen den FC St. Pauli, auch die  nötige  Geduld bewiesen, um am Ende Strecke legen zu können.  

Zulj braucht Geduld

Von daher ist davon auszugehen, dass sich Robert Zulj  trotz seiner passablen  Minuten nach seiner Einwechslung gegen die Hamburger  noch etwas in Geduld üben muss. Noch  spielen Grischa Prömel und Felix Kroos die ihnen  zugedachte Rolle als Platzhirsche im eisernen Mittelfeld  aus.

Wobei man sich im Übrigen noch eines sicher sein kann. Dass Fischer auch bei einem möglichen  Sieg in Sandhausen weiter darauf hinweisen wird, dass es noch viel zu früh sei, um Union  die Attribute einer Spitzenmannschaft zuweisen zu können. Die dann – hoffentlich – 10 Punkte sind eine schöne Momentaufnahme. Mehr aber auch nicht.

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