Auf der Punktehatz durch die Zweite Liga will er sich nicht in irgendwelchen Fußangeln verfangen. „Wir dürfen die bloß nicht unterschätzen“, warnt der Schweizer davor, die bislang punktlosen Hardtwaldt-Jungs leichtfertig aufzuscheuchen. „Die waren drauf und dran, den einen oder anderen Punkt zu holen“, will er die bisher Null Zähler des SVS nicht als Maßstab gelten lassen.
Nein, seine Jungs sollen sich einfach weiter wie bisher an das waidwunde Wild heranpirschen und ihm den Gnadenstoß versetzen, wenn es nach der Vorstellung des 52-Jährigen geht. Erst mal müsse der sprichwörtliche Bär erlegt werden, ehe das Fell verteilt werden kann.
Eklig zu bespielen
Dass Sandhausen ein eklig zu bespielendes Team ist, wissen die Köpenicker aus eigener Erfahrung. Falls jemand dies verdrängt haben sollte, wird Florian Hübner die Kollegen bestimmt daran erinnern. Schließlich trug er selbst zwischen 2013 und 2016 drei Jahre den schwarz-weißen Dress der Kurpfälzer. Dort müsse ein Jäger schon hochfokussiert an die Aufgabe herangehen, wenn man die Punkte so schießen will, wie es einem gefällt.
Großartig etwas ändern wird Fischer nicht an seinem Team, um die Hausherren aus ihrem Revier aufzuscheuchen. Warum sollte er auch? Die Truppe hat das in der Vorwoche ja gut gemacht beim 4:1 gegen den FC St. Pauli, auch die nötige Geduld bewiesen, um am Ende Strecke legen zu können.
Zulj braucht Geduld
Von daher ist davon auszugehen, dass sich Robert Zulj trotz seiner passablen Minuten nach seiner Einwechslung gegen die Hamburger noch etwas in Geduld üben muss. Noch spielen Grischa Prömel und Felix Kroos die ihnen zugedachte Rolle als Platzhirsche im eisernen Mittelfeld aus.
Wobei man sich im Übrigen noch eines sicher sein kann. Dass Fischer auch bei einem möglichen Sieg in Sandhausen weiter darauf hinweisen wird, dass es noch viel zu früh sei, um Union die Attribute einer Spitzenmannschaft zuweisen zu können. Die dann – hoffentlich – 10 Punkte sind eine schöne Momentaufnahme. Mehr aber auch nicht.
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