Als Felix Kroos den Freistoß zum 1:0 in die Maschen versenkt hatte, hielt es den Polen nicht in seiner Hochsicherheitszone. Schnell wie der Blitz eilte er nach vorne, um sich in die Jubeltraube zu werfen. „28 km/h“, scherzt der Keeper. „Es war mein erster Sprint in diesem Spiel. Wer reinkommt, muss sich eben zeigen“, erklärt er mit breitem Grinsen.
Gutes Verhältnis
„Das war wichtig. Drei Punkte. Mein erstes Spiel. Zu Null. Kompliment an die Mannschaft. Ich hatte ja nicht so viel zu tun“, freute sich der Neuzugang vom SC Freiburg, der sich im Laufe der Vorbereitung gegen Jakob Busk durchsetzte.
Was das Verhältnis der beiden offenbar nicht getrübt hat. „Es ist immer alles noch wie am ersten Tag. Auch wenn es schwierig ist für Jakob. Aber das ist Fußball. Wir sind nach wie vor Zimmergenossen. Wie schon im Trainingslager“, verriet der polnische Meister von 2012. „Wir reden ganz normal miteinander. Nur vor dem Spiel nicht im Hotel. Aber das lag nur dran, dass ich eine Stunde schlafen wollte“, sagte Gikiewicz, der keine Zeichen dafür erkannt hat, dass Jakob ihm die Entscheidung des Trainers übel genommen hat. „Er ist ja nicht zum Trainer gegangen und hat gesagt, er will jetzt in ein anderes Zimmer. Das zeigt auch Mentalität und Charakter“, erklärte Gikiewicz, der begrüßt, dass Busk auf ihn Druck ausübt. „Das macht mich besser. Ich lerne auch von ihm. Wir brauchen täglich ein hohes Niveau. Denn im Fußball kann es ja immer ganz schnell gehen, dass ein anderer einspringen muss.“
Soll nun in Köln am Montag die nächste Null folgen? „Ich hab meine Ziele“, verkündete der 1,90 m hohe Schlussmann mit breitem Grinsen, „aber der Trainer sagt, ich soll darüber nicht so viel reden.“
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