Union-Fans kämpfen für Fußballkultur

Roter Protest gegen RB-Leipzig

Aktion: Eiserne Fans in Union-Rot gegen den Verein der roten Brause

Frank Eckert
Lesezeit 2 Min
Eiserner Fan-Protest in diesem Frühjahr im Leipziger Zentralstadion gegen Konkurrent Leipzig – mit Transparenz für Fußballkultur.

Eiserner Fan-Protest in diesem Frühjahr im Leipziger Zentralstadion gegen Konkurrent Leipzig – mit Transparenz für Fußballkultur.

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In einem Offenen Brief heißt es nachdrücklich: „Dafür bitten wir auch diesmal alle Unioner um Unterstützung. Kommt in Trikot, Union-Shirt, Jacke oder Pullover, völlig egal. Hauptsache euer gewähltes Outfit ist in einem knalligen UnionROT gehalten!“ Mit Knall-Rot gegen den Blubber-Sprudel aus Österreich. Vorigen Herbst dominierte Protest-Schwarz, dieses Frühjahr die leisen Töne in Halbzeit 1 während der Partie im Zentralstadion. Jetzt also Union-Rot und erneut 15 Minuten Stille. „Lasst uns erneut zeigen, was wir zusammen erreichen können, denn unsere Geschlossenheit ist eine mächtige Waffe“, rufen Unions Fans fürs Spiel aus.

Waffengleichheit herrscht ohnehin kaum. Während RB (Marktwert 39 Mio. Euro) auf dem Transfermarkt munter mit knapp 16 Millionen wilderte, gab Union (Marktwert 16 Mio.) knapp über eine Million aus (1,05) und Braunschweig 1,1 Millionen. Zehn Millionen schüttete RB mehr aus als die restliche Zweite Liga zusammen. Fairplay – eine Grundidee der Fußballkultur – ist anders. Das wollen die Unioner deutlich machen – ihre Rote Karte gegen RB.

Ob es über die knallige Kleiderordnung hinaus noch eine weitere Aktion gibt, bleibt noch offen. Zunächst soll das Rot klappen, und im Aufruf zu Unions Protest-Rot gegen rote Brause heißt es: „An sich eine leichte Übung!“ Und vor allem eine, die die Aufmerksamkeit auf die Eisernen ziehen wird. Mehr Kultur geht kaum.

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