Union

Spitzenreiter - in der Abstiegszone

Trotzdem: Nach zweitem Sieg in Folge gehen Eiserne frohgemut in die Winterpause

Mathias Bunkus
Lesezeit 2 Min
Gruß von van Halen. Sascha Lewandowski macht den Jump.

Gruß von van Halen. Sascha Lewandowski macht den Jump.

© Matthias Kern

„Es hätte irgendwie zu unserem bisherigen Saisonverlauf gepasst“, gab Trainer Sascha Lewandowski gestern zu. Eine Spielzeit, in der die Eisernen viel zu oft mit der linken Arschbacke das wieder eingerissen hatten, das sie zuvor so mühsam aufgebaut hatten.
„Ich hatte auch in Düsseldorf nach dem 2:0 nicht das Gefühl, dass ich mich hinsetzen könnte, um das Spiel zu genießen. Erst als das 3:0 fiel, war ich sicher, dass wir den Dreier hatten“, gab Lewandowski zu.

Kurioserweise hatte aber keiner der Fans das Gefühl, dass Union das Spiel hätte aus der Hand geben können. Zu sehr waren die Eisernen den Gästen überlegen gewesen. Was deren Coach Alois Schwartz auch unumwunden zugab.

Union-Fans feiern Aufstiegstrainer Frank Pagelsdorf – doch zerstörte eine gefälschte Bankbürgschaft den Traum.

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© imago/camera4

Einzig die Chancenverwertung ließ ein klein wenig zu wünschen übrig. „Wir haben schlecht abgeschlossen“, bemängelte der Trainer, „da fehlte uns ein Kreilach dann doch.“

So war es lange Zeit eigentlich nur die Frage, ob der Gästebeton geknackt werden würde. Dank Dennis Daubes Knaller gegen SVS-Schlussmann Marco Knaller (76.) feierten die Eisernen ihren zweiten (!) Heimsieg der Saison. Erstmals wurden zwei Spiele in Folge gewonnen. Beide Male stand die Null! Und plötzlich grüßen die Köpenicker von Platz 13 als Spitzenreiter – nee, nicht der Rückrunde –, aber der Abstiegszone!

Womit eins klar ist: Raus aus dem Schlamassel ist Union damit noch lange nicht. Aber mit den 23 Zählern geht ein turbulentes Halbjahr halbwegs versöhnlich zu Ende. Vier Monate davon hatte Lewandowski die Truppe unter seinen Fittichen. Und er gibt zu: „Das kam mir deutlich länger vor.“

Trainerjobs sind nun einmal intensiv. Vor allem dann, wenn man sehr ehrgeizig ist wie der 44-Jährige, und dann begreifen muss, dass die Mittel begrenzt sind. „Ich muss mit dem arbeiten, was da ist“, weiß der Ex-Leverkusener.

Wozu er bereit ist und nur punktuelle Verbesserungen vornehmen wird in der Winterpause. „Wir machen nichts, nur um was zu machen. Wir müssen davon überzeugt sein, dass ein Neuer uns weiterhilft.“  

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