Union Berlin

Hammer! Trainer Norbert Düwel entlassen

Union Berlin hat Trainer Norbert Düwel entlassen. Die Eisernen haben damit die Konsequenzen aus dem miesen Saisonstart gezeigt.

Steven Jahn Peter Althaus
Lesezeit 3 Min
Norbert Düwel wurde nach dem miserablen Saisonstart entlassen.

Norbert Düwel wurde nach dem miserablen Saisonstart entlassen.

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Der Verein sei „überzeugt davon, dass ein Wechsel auf der Trainerposition notwendig ist, um unsere Ziele zu erreichen“, erklärte Präsident Dirk Zingler. Die Berliner wollen in dieser Spielzeit um den Aufstieg mitspielen und hatten sich einen Platz zwischen eins und sechs vorgenommen. Zingler hatte in der Sommerpause das Perspektiv-Ziel „Top 20 in Deutschland“ ausgegeben.

Das Ziel schien jedoch in immer weitere Ferne zu rücken. Am Freitag hatte Union ein 1:1 gegen RB Leipzig erreicht und wie zuletzt oft in den Schlussminuten ein mögliches besseres Ergebnis verspielt. Im DFB-Pokal war das Team von Düwel in der ersten Runde mit 1:2 beim Regionalligisten Viktoria Köln gescheitert.

In den nächsten Tagen werde der Verein einen neuen Trainer präsentieren, schrieb der Club auf seiner Webseite. Die beiden Assistenten André Hofschneider und Sebastian Bönig übernehmen zunächst das Training. Am Morgen gab es beim Trainingsbeginn um 10 Uhr eine kurze Ansprache der beiden an die Mannschaft. Sie hat rund fünf Minuten gedauert. Anschließend gab es einen kurzen Applaus. Das Training geht nun normal weiter.

Nicht sonderlich beliebt bei Fans der Eisernen

Die Trennung beendet nun das Kapitel Norbert Düwel bei Union. Bei den Fans war der Bayer nicht sonderlich beliebt. Auch hatten Kritiker Zweifel, da Düwel bis zu seinem Engagement bei Union nicht als Cheftrainer gearbeitet hattte. Düwel war zuvor Co-Trainer bei Hannover 96 gewesen. Er hatte zudem bei vielen international erfolgreichen Vereinen hospitiert und war als Gegner-Analyst für die Champions-League bei Manchester United zuständig. Union hatte Düwel geholt, um mittelfristig einen Aufstieg in die Bundesliga zu schaffen. "In Norbert Düwel haben wir einen hervorragend ausgebildeten Fußballlehrer gefunden, der uns sowohl mit seinen klaren Vorstellungen von Fußball, als auch menschlich überzeugt hat", hatte Union-Präsident Dirk Zingler bei der Verpflichtung von Norbert Düwel gesagt. Doch mit der zuletzt wenig durchsetzungsstark wirkenden Mannschaft und den schlechten Ergebnissen aus den ersten fünf Saisonspielen mit einer Niederlage und vier Unentschieden in der Liga, sowie dem Pokal-Aus gegen den Regionalligisten Viktoria Köln wurde die Kritik am Trainer und die Frustration der Union-Fans größer. Ein Aufstieg scheint durch die Ergebnisse in weite Ferne gerückt zu sein. Trotz des Unentschiedens gegen RB Leipzig, mit dem viele Fans nicht einmal mehr gerechnet hatten, scheint die Vereinsführung nun endgültig den Glauben an eine Trendwende mit Düwel verloren zu haben. PA/SJ/dpa

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