Auch ohne Volldampf und Stieglitz-Hammer behält der 35 Jahre alte Boxer aber seinen Europameistertitel im Halbschwergewicht. Der Abschied aus dem Ring, über den schon vor dem Kampf in Leipzig spekuliert worden war, wird allerdings immer wahrscheinlicher.
„Nach so vielen Jahren im Boxsport bin ich müde geworden“, sagte Stieglitz nach dem glanzlosen Unentschieden (115:113, 114:114 und 114:114) gegen den Mann aus Montenegro.
Von einem Rückkampf wollte in Leipzig niemand etwas wissen. Stattdessen kann sich der frühere Supermittelgewichts-Weltmeister nach seinem 56. Kampf einen Job als Trainer vorstellen.
Er könne bei ihm sofort damit anfangen, sagte Promoter Steinforth, der dann doch noch Grund zur Freude hatte: Dominic Bösel (27/ Naumburg), längst als Stieglitz-Nachfolger gehandelt, besiegte den Finnen Sami Enbom durch K.o. in Runde 6. „Eine WM muss jetzt das Ziel sein“, sagte Steinforth. Hört sich mächtig nach Wachablösung an.
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