Berlin - Ganze sechs Cent. So viel beträgt der Unterschied zwischen einem Liter Super an der billigsten und teuersten Tankstelle Berlins. Bei einer Tankfüllung von 40 Litern sind das immerhin 2,40 Euro, die der Autofahrer mehr oder weniger zahlt. Der fragt sich nun: Ist der teuerste auch wirklich der beste Sprit?Oder andersherum: Schadet das billige Benzin dem Motor? Klare Antwort: Nein. Erstens ist der Sprit wie alles in Deutschland genormt, die entsprechenden Prüfsiegel finden Verbraucher an den Zapfsäulen. "Außerdem kommt der Sprit für sämtliche Berliner Tankstellen aus der Großtankanlage Seefeld. Dort fahren Tanklaster aller Mineralölkonzerne vor", sagt Jörg Becker vom ADAC und rät: "Sie können bedenkenlos den günstigsten Sprit zapfen."Warum gibt's dann die Unterschiede? Weil jeder Mineralölkonzern seinen Preis individuell festlegt. Dabei spielt auch die Lage der Tanke eine Rolle, ob ein Shop angeschlossen ist, wie lange der geöffnet hat.Wie hoch ist der Anteil von Steuern am Benzinpreis? Mehr als die Hälfte. 50 Cent Mineralölsteuer zahlt man bei Ottokraftstoffen pro Liter, 32 Cent bei Diesel. Die Ökosteuer beträgt 15 Cent pro Liter, die Mehrwertsteuer 19 Prozent. Hinzu kommen 0,5 Cent pro Zapfung für den Erdölbevorratungsverband.V-Power und Ultimate - brauche ich teuren Spezialsprit? Nur bei bestimmten Motortypen. In ADAC-Tests konnte kein allgemeiner Vorteil nachgewiesen werden.------------------------------Die teure Tankstelledie Uhr geöffnet, hat Bistro und Waschanlage.------------------------------Die billige TankstelleGeöffnet ist wie das Kaufland, einen Shop gibt es nicht.
Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com