Umfrage

Das erhofft sich Berlin vom neuen Jahr

Terror, Mietenangst, Mini-Finanzen: Darauf können wir gut verzichten.

Martin Klesmann
Lesezeit 2 Min
Das neue Jahr beginnt in Berlin mit reichlich Böllern und Raketen.

Das neue Jahr beginnt in Berlin mit reichlich Böllern und Raketen.

© imago/Christian Thiel

Berliner sind optimistisch

Genau 31 Prozent der Befragten glauben laut Forsa, dass das kommende Jahr besser wird als das abgelaufene. Vor genau einem Jahr waren es sogar noch mehr, nämlich 41 Prozent. Doch steigende Mieten und andere Dinge belasten die Berliner offenbar.

Insgesamt erwarten aber nur 14 Prozent der Berliner, dass das neue Jahr schlechter ausfällt. 50 Prozent geben sich relativ entspannt und gehen davon aus, dass es ein genauso gutes oder schlechtes Jahr wird. Eigentlich eine ganz robuste Lebenseinstellung.

Als größte persönliche Sorge für das kommende Jahr bezeichnen die Menschen die steigenden Wohnkosten. 50 Prozent treibt das laut Umfrage ganz besonders um, im Ost-Teil sind es 54 Prozent und unter 30- bis 44-Jährigen sogar alarmierende 62 Prozent. Gerade Familien mit Kindern finden nur noch schwer bezahlbaren Wohnraum – vor allem dann, wenn nicht das Amt zahlt.

Sorgen der Berliner für das Jahr 2019.

Sorgen der Berliner für das Jahr 2019.

© Grafik/Hecher; Quelle: Forsa

Danach werden als größte persönliche Sorge „mögliche Krankheiten“ (49 Prozent) und „ein mögliches Unglück in der Familie“ (39 Prozent) genannt. Die Gefahren durch den Terrorismus nennen die Berliner mit 34 Prozent deutlich weniger als in den beiden vorherigen Jahren.

Damals standen die Befragten sicher noch stärker unter dem Eindruck des Anschlages auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz. Finanzielle Verluste oder einen möglichen Wirtschaftsabschwung in Deutschland fürchten jeweils 27 Prozent der Befragten ganz besonders. Viele schätzen aber auch ihre persönliche Finanzsituation besser ein.

Ausblick auf 2019.

Ausblick auf 2019.

© Grafik/Hecher; Quelle:Forsa

So glauben gleichfalls 27 Prozent der Berliner, dass sie im neuen Jahr über mehr Geld verfügen werden. Auf der anderen Seite glauben 21 Prozent, dass sie weniger Geld haben werden, die Hälfte der Befragten gab an, dass sich nichts ändern wird. Vor allem Besserverdienende freuen sich übrigens auf noch mehr Geld im kommenden Jahr.

Als größte Probleme der Stadt benannten die Berliner im Monat Dezember erneut die Wohnungsnot (40 Prozent), die Verkehrsprobleme und Baustellen (39 Prozent) sowie die Bildungs- und Schulpolitik (26 Prozent). Jeder fünfte Befragte sieht das Thema Sicherheit/Gewalt als größtes Problem. Auch die Verärgerung über unregelmäßig fahrende U- und S-Bahnen hat deutlich zugenommen.

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