Umbaupläne

Mega-Leinwand fürs Olympiastadion

Erste Kritik aus Sport und Politik. Leichtathletik-Verband reagiert wütend.

BK
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Das Olympiastadion soll für 150 Millionen Euro umgebaut werden.

Das Olympiastadion soll für 150 Millionen Euro umgebaut werden.

© imago sportfotodienst

Auf den ersten Blick sind die Pläne bestechend: Hertha will das Spielfeld absenken, die unteren Ränge sollen dichter an den Platz rücken, die oberen hinter einer riesigen Leinwand verschwinden, damit es nicht so leer aussieht. Bei Bedarf könnte sie flexibel abgebaut werden. Doch es gibt viele Detailfragen. Der Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbands, Clemens Prokop, reagierte wütend. Nach dem Umbau könnten im Stadion keine Mega-Events wie die WM ausgetragen werden.

Auch aus der Politik kommen Fragen. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Land Berlin das finanziert“, sagte Grünen-Politikerin Anja Schillhaneck. Berlin müsse dringend andere Sportprojekte finanzieren, etwa die Sanierung des Sportforums Hohenschönhausen.

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) versprach, alle Details würden geprüft. Hertha werde sich an den Kosten (laut Plan 150 Millionen Euro) beteiligen. Auch eine Nutzung durch die Leichtathletik sei weiterhin möglich, wenn eine flexibel abbaubare Tartanbahn installiert würde. Diese Möglichkeit werde jetzt untersucht.

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